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Dienstag, 7. Februar 2012

Rezension „Rubinrotes Herz, Eisblaue See“



Rubinrotes Herz, Eisblaue See
von
Morgan Callan Rogers
Herausgegeben von:
Kurzbeschreibung:

Ein Fischerdorf in Maine in den sechziger Jahren. Hier lebt die junge Florine geborgen bei ihren Eltern und Großeltern – bis ihre geliebte Mutter Carlie von einem Tag auf den anderen verschwindet. Auf einmal ist für Florine nichts mehr wie vorher, alle Nachforschungen führen ins Nichts, und die Frage, ob Carlie tot ist oder freiwillig ihr Zuhause verließ, wird Florine in den nächsten Jahren nicht mehr loslassen. Dass das Leben um sie herum weitergeht, empfindet sie als Zumutung: Ihr Vater nähert sich seiner Jugendliebe wieder an, ihre Großmutter altert zusehends, und ihr bester Freund interessiert sich nur noch für seine neue Freundin. Anrührend und schlagfertig erzählt Florine vom Erwachsenwerden und davon, was es heißt, sich selbst treu zu bleiben.

Meine Meinung:

Der Schreibstil in der „Ich-Form“ ist sehr passend für die Geschichte der elfjährigen Florine. Man durchläuft mit ihr den wichtigen Weg der Pupertät und erhält sehr realistische Einblicke in ihre Gedankengänge. Sei es das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter Carlie, die Wut auf ihren Vater, der sich neu verliebt oder das eigene Kennenlernen des Körpers – Aussagen und Taten (wenn auch manchmal extreme) konnte ich sehr gut nachvollziehen.
Florines Großmutter „Grand“ spielt eine wichtige Rolle, da man hier die Fürsorge und Selbstständigkeit bemerkt, die Florine zeigt und ihren Charakter positiv unterstreichen. Da Grand gläubig ist, regt sie ihre Nichte auch gern zum Nachdenken gegenüber etwaiger Fehltritte an.
Leeman, der Vater, ist vom ersten Moment an eine sympathische Person. Auch wenn Florine das Gefühl hat, dass er durch seine neue Freundin „Stella“ seine verschwundene Frau Carlie „beerdigen“ möchte, so merkt man ganz deutlich, das dem nicht so ist. Er ist ein liebevoller, fürsorglicher Vater der genau wie seine Tochter versucht den Verlust zu verkraften.
Florines Freunde, vorallem ihre beste Freundin Dottie sind Kumpels wie man sie sich in einem kleinen Dorf vorstellt. Sie kennen sich von klein auf und wissen um die Macken des anderen. Sie ist ein toughes Mädchen, jedoch auch eine kleine Plaudertasche.
Der Junge Bud spielt eine tragende Rolle. Kurz nachdem Florines Mum verschwunden war, wird ganz deutlich das er ein „Teddy zum Drücken“ ist. Kleine Aufmerksamkeiten und Gefallen machen ihn zu einem richtig tollen Kerl. Als er jedoch seine Freundin Susan hat, sieht die es nicht so gerne, dass er mehr Zeit als nötig mit Florine verbringt.
Als dann der kiffende Andy eine größere Rolle einnimmt, wird einem deutlich bewusst das in einem kleinen Dorf Geheimnisse eine Seltenheit sind!

Fazit:
Man fiebert richtig mit, während man mit Florine die schwierigen Zeiten durchsteht. Man wird sozusagen mit ihr „erwachsen“. Reift mit ihr, ihren Erfahrungen, Menschen heran und merkt oftmals auch die Naivität, die in diesem Alter noch mitschwingt wenn es um Intimität, Drogen und Verbote geht. Auch das in dem kleinen Dorf viel getratscht wird und Gerüchte entstehen ist wie aus dem Leben gegriffen und wird im Buch immer wieder deutlich.
Wird Florine vom rechten Weg abkommen? Wird sie sich endgültig gegen ihren Vater und seine neue Freundin Stella wenden? Wird Carlie je wiederkehren? Und werden Bud und sie Freunde bleiben können?
Dies alles sind Fragen, deren Antworten ihr hier nicht finden werdet.

„Ein zauberhaftes Buch über Hoffnung, Liebe, Trauer und Glücklichsein!“ (Buchrücken)
– mit einem unerwartetem Ende!
Ein Buch welches man nach Beenden mit Zuversicht und einem Lächeln schließt!!



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