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Mittwoch, 11. April 2012

(°°Rezension°°) „EREBOS“ von U. Poznanski

WOW! War das erste was ich gesagt habe, als ich das Buch zuschlug. Jaja ok, erst hab ich mir vom Heulen die Nase geputzt – aber dazu gleich mehr ;)


EREBOS

 Ursula Poznanski
Loewe Verlag // 488 Seiten
Taschenbuch // 9,95 € 
ISBN: 978-3-7855-7361-7


In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!
…Cover:
Das Taschenbuch, welches ich jetzt gelesen habe, fühlt sich gleich ganz anders an als viele andere Buchdeckel. Es ist nicht glatt sondern eher rau, was dem ganzen ein schönes Gefühl verleiht, wenn man drüberstreicht. Wie man unschwer erkennen kann ist die Vorderseite hauptsächlich in rot gehalten. Darauf prangt ein großes Auge, weshalb man hier schon den Eindruck hat, das Buch würde einen beobachten. Der Buchrücken ist schwarz und hier kommt der Titel EREBOS in großen weißen Buchstaben voll zur Geltung. Im Regal kann man es auf jeden Fall nicht übersehen ;)
…Inhalt:
Also das dieses Buch super sein würde, haben mir schon viele Stimmen versichert. Aber kaum hatte ich angefangen, war ich schon mittendrin! Wie ein PC den ich selbst hochgefahren habe. Welcher Teenager wäre nicht neugierig, wenn an der eigenen Schule mit viel Geheimniskrämerei DVD’s getauscht werden. Klar, dass Nick gleich voll mit einsteigt. Ich hatte bildlich vor Augen wie er spielte und seinen Dunkelelfen Sarius durch die gigantische Welt von EREBOS führt. Man erlebt sehr realistisch mit wie Nick immer und immer mehr dem Spiel verfällt und welche Auswirkungen dies auf ihn und seine Umwelt hat. Er wird nachlässig gegenüber der Schule, spielt lieber als zu schlafen und wird u.a. dadurch aggressiv, was er deutlich seinen Klassenkameraden zeigt. Denn alles ist geheim, niemand darf etwas sagen – denn der Bote bekommt es mit. Der Bote, der ihn für erfolgreiche Quests belohnen, jedoch auch bestrafen kann. Und rausfliegen möchte Nick auf keinen Fall. Er hat nur diese eine Chance.
Das Erstaunliche an diesem Buch ist, dass es eine gleichmäßige Spirale der Geschichte ist. Eine Schlinge, die sich ganz gleichmäßig zusammen zieht. Ich möchte es so erklären: ich war total in die Rolle von Nick integriert, denn während am Anfang noch die Schule im Vordergrund stand und EREBOS nur eine blöde Raubkopie, war ich während des weiteren Lesens so in den Bann gezogen, das ich selber nicht gemerkt habe, dass plötzlich EREBOS Überhand genommen und die Handlung des Buches über die Hälfte im Spiel stattgefunden hat. Der Leser wird also unbemerkt eingesogen. Realität und Fiktion überschneiden sich. Dieses Buch ist unglaublich!
Desweiteren hat mir der „Knick“ gefallen, dass Nick schon VOR dem „großen Finale“ aus EREBOS rausfiel. Ist auch ein weiterer Pluspunkt an diesem Buch, da es deshalb nicht so vorhersehbar ist.
Das Finale im Buch ist einfach überragend. Die Zusammenhänge, die Aufklärung und die Idee an sich haben mich erstaunt. Und das Allerschönste war, dass in der ganzen Action auch noch eine Portion Gefühl mitgeschwungen hat. Ich möchte nicht spoilern, da noch viele viele Leser in diesen Genuss kommen sollen. Aber am Schluss habe ich dann geweint, da mir dieser eine Charakter so leid tat…
Schreibstil…
von Beginn an war das Buch locker flockig zu lesen. Aus der ICH-Perspektive von Nick, war der Jugendstil realistisch und einleuchtend geschrieben. Spannende Situationen waren wirklich aufregend und mitreißend, sodass ich mich nicht nur einmal dabei erwischt habe, wie mir der Mund offen stand :D .Und als der Charakter „Victor“ mit ins „Spiel“ kam, kam auch der Humor nicht zu kurz. Seine Aussagen und die Beschreibung passten perfekt zu einem Nerd mit Vorliebe für Tee. Grandios! :D
Tja und wenn mich ein Buch um 23.30 noch dazu bringt einen Kaffee zu trinken, weil ständig von Kaffee die Rede ist, DANN brauch ich dazu nichts mehr sagen oder?!

Meine Lieblingsstelle – ich sag nur >“Bärchen bitte!“< EREBOS, Seite 414


FAZIT: KAUFEN KAUFEN KAUFEN!!! Auch wenn ihr sonst nichts mit Videospielen am Hut habt!


–> Wenn ihr wegen meiner Euphorie während des Schreibens hier jetzt irgendwelche Satzbau- oder Rechtschreibfehler findet: Die könnt ihr behalten *smile*

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Vielen Dank an Jule, die mir dieses grandiose Buch geliehen hat! Danke <3
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