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Mittwoch, 4. Juli 2012

[Abgebrochen] Die kleine Souvenirverkäuferin

[Die kleine Souvenirverkäuferin] von Francois Lelord
erschienen beim Piper Verlag
April 2012 / 319 Seiten
ISBN: 978-3492054904
Gebunden
16,99 € 

Der Autor der millionenfach verkauften Hector-Bücher hat einen Roman über das Land geschrieben, das seit Jahren beinahe seine zweite Heimat ist: Vietnam. Und über das Thema, das ihm am meisten am Herzen liegt: die Liebe.
BUCHTRAILER

KLAPPENTEXT

Kann man sich lieben, wenn einen Welten trennen? Und warum kann man sich manchmal nicht lieben, wenn doch alles zu passen scheint?
Könnte es Julien doch nur gelingen, Cleas Gefühle zu erwidern. Gemeinsam arbeiten die beiden Ärzte daran, den Ausbruch einer Epidemie in Hanoi zu verhindern. Aber obwohl sie das perfekte Paar wären – Julien muss immerzu an eine junge Vietnamesin denken, der er manchmal am See des zurückgegebenen Schwertes begegnet…
MEINE MEINUNG

Als großer Fan der Hector-Reihe wollte ich mir den neuen Roman von Francois Lelord nicht entgehen lassen. Ich war offen für den Schauplatz Vietnam, da ich bisher kein Buch mit einer Handlung in einem asiatischen Land gelesen habe. Durch den Klappentext versprach ich mir eine tragische Liebesgeschichte zwischen zwei Kulturen die der Staat nicht dulden würde. Stattdessen bekam ich eine Mischung aus oberflächlich angeschnitter Haupthandlung, in der eine Epidemie auszubrechen droht, kurze Begegnungen mit der jungen Souvenirverkäuferin und Techtelmechtelszenen mit der Ärztin Clea. Der Großteil der 110 Seiten, die ich gelesen habe, waren jedoch mit der Landes- und Kriegsgeschichte Vietnams gefüllt. Ich kann verstehen wenn der Autor damit die damaligen Zustände der 90er-Jahre des Landes beschreiben will, jedoch hätten es ein Dutzend Seiten weniger auch getan. Einen roten Faden konnte ich in der Handlung leider nicht finden, da er immer durch politische oder geschichtliche Einwürfe abriss. Weder Spannung noch Romantik kamen auf, wodurch mir dieser Roman schnell langweilig erschien. Ich habe mir gut zugesprochen und mir immer wieder gesagt, dass auf den nächsten 10 Seiten bestimmt eine einschneidende Szene geschehen wird. Es blieb leider gleichbleibend ermüdend was auch nicht durch die Charaktere, die für mich nur leere Hüllen mit Namen waren, wieder gutzumachen war.
Die detaillierte Beschreibung der Landschaft und Lebensverhältnisse beweisen jedoch, dass Francois Lelord es in „Die kleine Souvenirverkäuferin“ geschafft hat seine Liebe zu Vietnam zum Ausdruck zu bringen.

 FAZIT

Der genannten Kritikpunkte wegen habe ich das Buch nach 110 Seiten abgebrochen. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, den Autor kennenzulernen, weshalb ich an dieser Stelle die Hector-Reihe empfehlen möchte, insbesondere „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“.
Kurzbeschreibung:
Es war einmal ein ziemlich guter Psychiater, sein Name war Hector, und er verstand es, den Menschen nachdenklich und mit echtem Interesse zuzuhören. Trotzdem war er mit sich nicht zufrieden, weil es ihm nicht gelang, die Leute glücklich zu machen. Also begibt sich Hector auf eine Reise durch die Welt, um dem Geheimnis des Glückes auf die Spur zu kommen.
„Wenn man dieses Buch gelesen hat – ich schwöre es Ihnen – , ist man glücklich.“
Elke Heidenreich
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