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Samstag, 21. Juli 2012

[Rezension] Sternensturm von Kim Winter

[Sternensturm] von Kim Winter
erschienen beim Planet Girl Verlag
1. Auflage 2012 / 560 Seiten
ISBN: 978-3522503099
Gebunden
16,95 €
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„Wenn nur das Böse Dich retten kann, 
würdest du ihm folgen?“
Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst.
All jenen, die befürchten, der Geschichte von „Sternensturm“ nicht folgen zu können, ohne den ersten Band gelesen zu haben, sei hiermit Entwarnung gegeben: Immer wenn es nötig ist, tragen passende Rückblicke zum Verständnis bei. Weil ich „Sternenschimmer“ selbst noch nicht gelesen habe und weitestgehend unvoreingenommen in das Abenteuer von Loduun, Mia und Iason eingetaucht bin, hat mich das sehr gefreut. 
Die Beschreibung der Handlung erfolgt durchgehend aus der Perspektive von Mia. Das macht zu Beginn der Geschichte noch Spaß, wird später jedoch im Zuge ihrer anhaltenden Trauer zunehmend anstrengend. Diesbezüglich hätten Perspektivwechsel, wie sie leider erst zu Ende des Buches vorkommen, für ein angenehmeres Lesegefühl gesorgt. So allerdings ist es mir schwer gefallen, mich mit der Protagonistin anzufreunden.
Im Gegensatz dazu überzeugt der Schreibstil von Kim Winter mit viel Humor und Romantik. Auch die detaillierten Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen habe ich gerne gelesen, tragen sie doch maßgeblich zur Atmosphäre und der Authentizität der phantastischen Buchwelt bei. 
Mit derselben Liebe zum Detail beschreibt die Autorin auch ihre Protagonisten. Leider trifft das nicht auf die Nebencharaktere zu, die kurz nach ihrem Erscheinen meist schnell wieder in Vergessenheit geraten. Das ist ärgerlich, weil sie ausschlaggebend zum Ende der Geschichte beitragen. 
Apropos Ende: Im letzten Drittel wird die Geschichte zunehmend vorhersehbar, worunter die Spannung litt. Trotzdem haben mir sowohl die ganze Geschichte wie auch das Ende gut gefallen, sodass ich mich auf den dritten Teil freue.
Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, kann man der Handlung gut folgen. Schöne Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen, gespickt mit einer überirdischen Kultur, geben „Sternensturm“ etwas Zauberhaftes. Einige wichtige Charaktere jedoch waren leider relativ flach beschrieben. Darüber hinaus entwickelte sich im letzten Drittel die Geschichte zunehmend vorhersehbar, was dazu führte, dass die Spannung an einigen Stellen zu kurz kam.
Meine Wertung

3 von 5

Das Rezensionsexemplar wurde zur Verfügung gestellt von
 
und dem
Planet Girl Verlag
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