INK_VS_ROMEO_FUER_IMMER-Individuell
Samstag, 20. Oktober 2012

(**Rezension**) „Romeo für immer“ von Stacey Jay


www.egmont-ink.de

[Romeo für immer] von Stacey Jay

SPOILERGEFAHR 
2. Band

erschienen bei EGMONT INK 
ISBN: 978-3-86396-022-3
395 Seiten / Hardcover
Preis: 17,99 €

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Leseprobe gefällig?
Die Söldner haben Romeo verstoßen. Mithilfe der Botschafter möchte sich Romeo gegen die bösen Mächte stellen und seinen, vor dem Untergang geweihten, Körper erlösen. Innerhalb drei Tagen muss es ihm im Körper des Jungen Dylan gelingen, die Liebe von Ariel Dragland zu gewinnen, die er in einer anderen Zeit erschossen hat. Die Gefahr, die von Ariel ausgeht, lässt Romeo erkennen, dass nicht nur er einen Machtwechsel mit dem Bösen führt. Die moderne Geschichte von Romeo & Julia nimmt erneut Fahrt auf und rauscht in einen verwirrenden Kampf zwischen Gut und Böse, die nicht mehr das sind, was sie zu sein scheinen.
Wer meine Rezension zum ersten Band „Julia für immer“ gelesen hat, der weiß, dass ich es geliebt und verschlungen habe. „Romeo für immer“ war daher für mich eine Pflichtlektüre. Sehr interessant war für mich der Aspekt, dass Romeo auf die Seite der Botschafter überwechselt und das Herz von Ariel gewinnen muss…. die er im ersten Band… doch erschossen hat?! Ich werde mit ihm zusammen in die Vergangenheit versetzt, genau an den Punkt, an dem der erste Band auch beginnt. Ich erlebe die Geschichte genau aus der gegensätzlichen Sichtweise als im Vorgänger… und wenn das jetzt schon verwirrend klingen mag… JA, das ist es. 
Bis zur Hälfte des Buches nehme ich die Geschichte gerne so mit, wie sie ist: Ein Junge im Jugendalter der versucht, das Herz eines Mädchens zu gewinnen. Irgendwann stelle ich jedoch fest, dass die inneren Zwiespalte bei Romeo wie auch bei Ariel mich zunehmend nerven. Keiner ist sich darüber im Klaren, was er/sie möchte und auf welcher Seite er steht. Liebe? Nicht Liebe? Gut, Böse? Böse, Gut? Normalerweise sollte Unwissen beim Leser die Spannung schüren, bei mir hat es eher die Stressader pulsieren lassen. Auch wirklich sympathisch war mir weder Ariel noch Romeo. Die Protagonistin wurde von einer verletzten, in sich gekehrten Person zu einer selbstbewussten Frau, die gern übers Ziel hinausschießt. 
Die verwirrenden Zusammenspiele von Söldnern, Botschaftern, Liebenden, Geliebten, Elfen und Orks (ach ne, falsches Buch), haben gewirkt, als würde die Autorin eine interessante Geschichte erzwingen wollen. Was ich beim ersten Band sehr geschätzt habe war, der fehlende Kitsch. Es war eine schöne, aber keine kitschige Liebesgeschichte. Leider hat sich Stacey Jay im Nachfolger besonders ausgetobt und die Geschichte vor Schmalz nur so triefen lassen. Das Finale hat meine Flucherei glücklicherweise etwas besänftigt und mir den Cliff-Hanger vom ersten Teil mit einem WOW-Effekt enthüllt.
Leider kommt „Romeo für immer“ nicht an den ersten Band ran. Die Protagonisten sind mir nicht im Ansatz so sympathisch und auch der Kitschfaktor nimmt drastisch zu. Die Grundidee gefällt mir immernoch und etwas Verwirrung macht einem die Geschichte der „Seelenwandler“ wirklich schmackhaft. Stacey Jay hat hier jedoch etwas zu viel Pulver verschossen und ich kann es nur all jenen empfehlen, die auf Kitsch stehen.
Wertung
Die erste Hälfte: 4/5

Die zweite Hälfte: 2/5

Ergo:
3 von 5
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