Kurzbeschreibung
Donnerstag, 13. Dezember 2012

(°°Rezension°°) „In Liebe, Rachel“

°° In Liebe, Rachel °°
von Lisa Higgins 
Knaur HC // 368 Seiten
Gebunden // 14,99 €
ISBN: 978-3-426-65264-0
Auch erhältlich als Ebook
Vier Freundinnen die unterschiedlicher nicht sein könnten: Sarah die zuverlässige Krankenschwester, die in Krisengebieten den Kindern ein gesundes und längeres Leben bieten möchte. Kate, die 3-fache Mutter mit Ehemann im Alltagsstress. Die Männeraufreißerin Jo, die erfolgreich im Job und Rachel… die tot ist. Nach ihrem Ableben hinterlässt Rachel an jede von ihren Freundinnen einen Brief, wodurch nichts bleibt wie es ist.
Das Cover und der originale Klappentext sprechen von Hoffnung, Freundschaft und Verbundenheit. Briefe einer plötzlich verstorbenen Freundin sollen das Leben der Hinterbliebenen drastisch verändern können? Der Anfang der Geschichte überzeugt in dieser Hinsicht auf jeden Fall sehr. Kate steht an einer offenen Luke eines fliegenden Flugzeugs und soll auf Wunsch von Rachel einen Fallschirmsprung wagen. Die Dialoge sind witzig, panisch und sehr gut nachvollziehbar, wenn man es aus der Sicht der 3-fachen Supermama sieht.
Obwohl der Einstieg vielversprechend klingt und auch den erwarteten Charme versprüht, kann ich die Charaktere Sarah, Kate und Jo aufgrund der ständig wechselnden Perspektive und Lebenseindrücke leider nicht hundertprozentig auseinanderhalten. Gemeine Cliffhanger, die frühestens in zwei Kapiteln weiter fortgeführt werden, lassen mich jedoch an dem Buch hängen. Kleine und größere Überraschungen bieten mir lange Zeit spannende Anreize, die ausschlaggebend dafür sind, dass „In Liebe, Rachel“ ein großartiger „Frauen-Pageturner“ wird?! Leider nein, ich freue mich viel zu früh. Die anfängliche Euphorie verpufft und auf Dauer fühle ich mich, als läge ein „0815-Chick-Lit-Roman“ in meinen Händen. Keine Spannung, kein Gefühl der Trauer oder Euphorie schwappt über mich. Die Hoffnung des Besonderen erlischt spätestens dann, als gegen Ende tatsächlich das passiert was ich auch erwarte.

Ich habe mich auf einen Roman voller Freundschaft und Tiefsinn gefreut, bei dem ich auch mal die eine oder andere Träne verkneifen könne. Letztendlich kann ich eher aus Enttäuschung weinen. Aus dieser Idee hätte etwas ganz tolles werden können, was in diesem Fall leider nicht gut umgesetzt wurde. Nur der Einstieg und die ersten „unerwarteten Ereignisse“ sind besonders an diesem Buch. Alles andere ist vorhersehbar, eintönig und macht am meisten Hoffnung darauf, dass das nächste Buch hoffentlichbesser sein wird.
Die bisher durchweg positiven Meinungen kann ich nicht nachvollziehen. An „In Liebe, Rachel“ werden in erster Linie wohl nur Chick-Lit-Fans ihre Freude haben und viele andere, so wie ich enttäuscht sein. Zu Beginn zog mich das Buch mit seinen Kapitel-Cliffhangern in den Bann und ich erwartete Großartiges. Die anfängliche Euphorie verpuffte irgendwann und das Buch entwickelte sich zu einer größtenteils eintönigen „netten Erzählung“ von 4 Freundinnen.
Meine Wertung
 2.5 ergibt gerundet 
3 Brillen

 

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