Sternenreiter
Dienstag, 8. Januar 2013

Rezension | “Sternenreiter – Kleine Sterne…”

°°Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig°°

Illustrator: Antjeca
KoRos Nord // 131 Seiten
Gebunden // 13,95 €
ISBN: 978-3981486315
Wie es der Zufall so will, habe ich „Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig“ von einer herzensguten Person geschenkt bekommen, die sich „Shou Sternenkind“ nennt. Da sie nicht nebenan wohnt, hat sie über eine größere Distanz wohl bemerkt, dass es mir zu damaliger Zeit nicht gut ging und mir dieses Buch zukommen lassen. Mein erster Gedanke war „Ein Geschenkbuch“? Ihr wisst schon, so eines mit Bildern und auf jeden zutreffenden, gutgemeinten Sprüchen auf jeder Seite. Aber nein. Kaum hatte ich den Klappentext gelesen, wusste ich, dass es etwas Besonderes ist. Dies ist ein Geschenk, das man nicht einfach irgendwem schenkt. Sondern genau den Menschen, die einem am Herzen liegen. Und warum das so ist, erzähle ich euch jetzt:

Mats ist ein waschechter Workaholic. Er lebt nur um zu arbeiten und nicht um sein Leben genießen zu können, weshalb er auch mehr Zeit im Büro als bei seiner Familie verbringt. Immer mehr konzentriert er sich auf „das Funktionieren“ in der Arbeit, als seine eigenen Wünsche und Träume zu sehen. Ein Unfall bringt ihn in ein Krankenhaus wo er auf einen eigenartigen Jungen trifft, der ihn auf besondere Weise zu Mats Träumen führt…
Das „Sternenreiter“ ein besonderes Buch ist, liegt nicht nur am Inhalt. Allein schon die größere Schrift, die Illustrationen und liebevollen Zeichnungen lassen das Buch glänzen und machen es zur „perfekten Verpackung“ für die Geschichte des kleinen Jungen und Mat.
Eigentlich erzeugt die Geschichte am Anfang eine gewisse Traurigkeit. Die Tatsache, dass mehr auf das „Überleben“ statt das „Leben“ und die Träume an sich geachtet wird, lässt Mats viele Besonderheiten entgehen. Auf Bitten seiner Frau, einen Gang zurückzuschalten, geht er nicht ein und überredet sich selbst immer wieder zur Mehrarbeit. Zukunftsängste und das Wohlergehen seiner Familie plagen den Familienvater nachweislich. Der Punkt an dem Mats innehalten muss und den besonderen Jungen trifft, ist für ihn wie auch für mich, ein einschneidendes Erlebnis. Relativ langsam und skeptisch öffnet sich Mats gegenüber dem Jungen und vor allem sich selbst. Sehr sanft wird man durch dieses mit viel Wahrheit behaftete und moderne Märchen gezogen, dass mir nicht nur eine Träne entlockt hat. Beim Lesen schwingt eine besondere Atmosphäre mit bei der man hofft, sie möge nie enden.

Da soll mir noch einer behaupten Männer könnten keine Gefühle zeigen, denn Jando spricht so wahr, so nah und so berührend von den wichtigen Dingen des Lebens, dass sie einem schier direkt im Herz berühren. Gerne zitiere ich an dieser Stelle einen mehr als passenden Satz des Buchrückens, der den Inhalt prägnant auf den Punkt bringt:
„Ein Buch über Freundschaft, Menschlichkeit und die Verwirklichung von Träumen“
 (Klappentext, „Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig“)

Wenn man es verschenkt, ist es gleichzeitig ein tiefer Beweis wie sehr einem der andere am Herzen liegt und auf sich achten soll. So melancholisch diese Rezension klingen mag, genauso schön war das Gefühl beim Lesen.
„Sternenreiter“ ist ein absolut traumhafter Geheimtipp. Es gibt einem mit Leichtigkeit das Gefühl, sein Leben in der Hand zu haben und seine Träume erfüllen zu können. Wie schon Bestsellerautor „Paulo Coelho“, gibt auch dieses Buch wahre Lebensfreude und Weisheiten mit auf den Weg.
Meine Wertung
5 von 5
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