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Mittwoch, 16. April 2014

Rezension | “Stolperherz” – Britta Sabbag

Boje (Bastei Lübbe) | 207 Seiten | ISBN: 978-3-414-82381-6 | Hardcover | 12,99 € |
eBook | 9,99 € | Leseprobe | Zur Verlagsseite des Buches |


1-3-8-9-4-3-8-978-3-414-82381-6-Sabbag-Stolperherz-orgSanny, das Mädchen mit dem Herzfehler, dem Stolperherzen. Sie kann es kaum fassen, als sie die Schulband Crystal auf ihre Tour begleiten soll. Bisher war sie doch immer nur eine unscheinbare Mitschülerin und ausgerechnet Greg, ihr Favorit der Band, bittet Sanny mitzukommen. Da ihre besorgte Mutter das nie erlauben würde, fackelt die Jugendliche nicht lange und hört in ihrem Leben einmal nur auf ihr (Stolper)Herz.

Britta Sabbag probierte sich nach dem Frauenroman "Pinguinwetter" mit "Stolperherz" an ihrem ersten Jugendbuch. Mittlerweile kenne ich beide und um es kurz zu machen: Mit Recht feiert die deutsche Autorin einige Erfolge. Allein der angenehme Schreibstil macht auch den Jugendtitel zu einem entspannten Lesegenuss, der guten Gewissens als Strand-/ und Badetaschenbegleiter für die kommenden warmen Monate fungieren darf. Protagonistin Sanny ist mit ihrer authentischen Art schnell sympathisch, da sie sich ihr Handicap des angeborenen Herzfehlers ungern anmerken lässt geschweige denn, ein mitleiderregender Jammerlappen sein möchte.

Gegenüber ihrer Umwelt gibt sie sich körperlich oft stärker als es für sie machbar ist, zudem bringt natürlich ihr Schwarm, Bassist Greg, ihr Herz zusätzlich aus dem Gleichgewicht. Die angekündigte und erwartete Teenager-Liebesgeschichte hält sich absolut im Rahmen, beschränkt sich größtenteils auf heimliche Schwärmereien und wird durch Eifersuchtsattacken und Zickereien der weiblichen Mitreisenden aufgepeppt.
 

Britta Sabbag probierte sich nach dem Frauenroman "Pinguinwetter" mit "Stolperherz" an ihrem ersten Jugendbuch. Mittlerweile kenne ich beide und um es kurz zu machen: Mit Recht feiert die deutsche Autorin einige Erfolge.


„Flocke“, der Nachbar von Sanny und mein persönlicher Star des Buches, sticht aus der Gruppe ausnahmslos hervor. Er hat zwar eindeutig die Rolle des „Nervtöters“, ist jedoch eine Person, die ich im wahren Leben wahrscheinlich genau deshalb nie missen wollen würde. Lustig (meint er zumindest ;-) ) und stetig reimend sorgt er für (un)gewollte Lacher, entnervte rollende Augen und ist doch ein essentieller Part für alle Beteiligten. Ein paar der Jugendlichen weisen zwar typische Klischees auf, die für dieses Genre jedoch absolut annehmbar sind und die passende Würze mit einbringen.

Die Befürchtung, dass der Road Trip aufgrund der überschaubaren Seitenanzahl gequetscht oder gegen Ende zu schnell beendet werden könnte, hat sich glücklicherweise überhaupt nicht bewahrheitet. Man kann sich zwar ungefähr vorstellen, wie die ganze Reise endet, was ihr aber letztendlich keinen Abbruch tut oder das erlebte Abenteuer weniger aufregend sein lässt.

Im Gesamtpaket betrachtet, bietet Stolperherz eine runde Sache – eine abgeschlossene, wenn auch etwas vorhersehbare Story, Sympathie- und Antipathiträger, einen aufregenden Trip und nicht zuletzt ein paar Schmetterlinge. Ein ideales Lesedate für alle, die etwas Lockerleichtes zum Inhalieren suchen, sich mit einem tollen Mädel bekanntmachen wollen und die Stimmung der abenteuerlichen Freiheit zu sich nach Hause holen möchten.

 
Meine Wertung
sys_Bewertung-4
 
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