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Samstag, 31. Mai 2014

Rezension | “Code Black” – Kat Carlton

Piper Verlag (ivi) | 304 Seiten | ISBN: 978-3-492-70316-1 | Hardcover | 16,99 € |
eBook | 12,99 € | Leseprobe | Zur Verlagsseite des Buches |


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Die unverfänglichen Worte „Kannst du auf dem Heimweg Milch holen?“, würden kaum jemanden dazu bringen, fluchtartig aus dem Klofenster der Schule zu klettern. Für die 16-jährige Kari und ihren Bruder Charlie bedeutet diese  harmlose Bitte jedoch nur eines: Code Black, rennt um euer Leben!

 

Als Kinder von Geheimagenten müssen sie ihr Können unter Beweis stellen, um ihre verschollenen Eltern wiederzufinden. Zu allem Übel macht plötzlich auch noch die CIA selbst Jagd auf die beiden. Um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, benötigt Kari ausgerechnet die Hilfe ihres heimlichen Schwarms Luke – und als letztendlich noch ein paar andere Freunde Wind von der Sache bekommen, ist geheim nicht mehr unbedingt geheim, sondern umso gefährlicher.

 

Zunächst darf man sich nicht von der Optik des Jugendthrillers irritieren lassen, denn obwohl einem Buchschnitt und Autorenname in Augenkrebs-Neon-Pink entgegenleuchten und sich der Rest in einem pechschwarzen Gewand zeigt, ist es nicht nur für die junge weibliche Generation gedacht.

 

Ich bin sogar der Meinung, dass dieser erste Eindruck den der eigentlich taffen und kampferprobten Kari verfälscht. Passend wiederum ist er im Fall der Zickereien unter den Teenagern, die sich durch die gesamte Geschichte ziehen. Wer sich daran nicht stört oder wie ich sogar Gefallen an den pubertierenden Kappeleien findet, der wird Spaß an den unterschiedlichen Charakteren haben.

 

"Der Schreibstil und die Story bieten zusammen einen simplen und kurzweiligen Lesefluss."

 

Etwas unrealistisch ist, dass sich die Freunde ohne große Überlegung mit in die lebensgefährliche Situation begeben, um Karis und Charlies Eltern zu suchen. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass das Buch für Jugendliche gedacht ist, es zudem nicht mit dem typischen Slang geizt, kann man es mit einem Lächeln verschmerzen.

 

Der Schreibstil und die Story bieten zusammen einen simplen und kurzweiligen Lesefluss und am Schluss eine unerwartete Wendung, die mir wirklich gut gefiel. Klingt wie der Film Spy Kids? Ist auf jeden Fall so ähnlich wie Spy Kids! Nur irgendwie zickiger.

 

Meine Wertung

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 Buchkolumne in der Hersbrucker Zeitung, Wochenendausgabe 31.05/01.06.2014
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