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Samstag, 18. Oktober 2014

„Tausend Mal gedenk ich dein“ – Heike Eva Schmidt

Originaltitel: Tausend Mal gedenk ich dein | Autorin: Heike Eva Schmidt | 252 Seiten | ISBN: 978-3-414-82405-9 | Hardcover 12,99 € | eBook 9,99 € | Boje Verlag | Leseprobe


Die Autorin Heike Eva Schmidt hat sich in den letzten Jahren bereits mit Titeln wie „Purpurmond“ und „Die gestohlene Zeit“ einen Namen gemacht. Seit unserer ersten Begegnung im März 2012, bin ich ein Herzensfan von ihr, ihrer Schreibe und ihrem Humor und so fiebere ich sogar den Werken entgegen, die normalerweise gar nicht unter meine Lesevorlieben fallen würden.

TausendMalgedenkichdein-HeikeEvaSchmidtDer Jugendthriller „Tausend Mal gedenk ich dein“ erzählt von der Freundschaft der unsicheren Nelly und der toughen Pina, die ein Jahr über ihr in die Klasse geht und ihr stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Es könnte nicht besser laufen, denn dann verliebt sich Nelly auch noch in den hübschen Elias und ihr Glück scheint perfekt. Jedoch scheint alles aus den Fugen zu geraten, als Jule, die Neue, in die Klasse kommt, immer wieder Mitschüler in merkwürdige Unfälle verwickelt werden und ausgerechnet Nelly verdächtigt wird. „Das Schlimmste ist manchmal gar nicht die Lüge – sondern die Wahrheit …“

Wie bereits in ihrem 2012 erschienenen Jugendthriller „Schlehenherz“, wechselt die Autorin mit den Kapiteln zwischen verschiedenen Sichten – neben Jule, Nelly, Pina und Elias bekommt man auch eine verstörende Sichtweise eines/einer Unbekannten zu lesen, die die ganz Geschichte erstmal ordentlich ins Rollen bringt. Vom Verlag wird das Buch als ein „aufregender Psychothriller für Mädchen“ empfohlen, das ich so unterstreichen kann.

„Und was hat der Buchtitel eigentlich mit der Geschichte zu tun?? Das dämmerte mir erst ganz langsam mit Beginn des letzten Kapitels und man, das war wirklich richtig gut.“

Die Probleme von jungen pubertierenden Frauen liegen eher weniger im Interesse von Lesern, die sonst Thriller für Erwachsene bevorzugen und das sollte man bei diesem Titel auch nicht erwarten. Spannend ist es jedoch allemal: Der immer düster und mysteriös werdende Erzählstrang ist super gelungen. Ich konnte nicht aufhören, bis ich letztlich wusste wer der Verursacher der Unfälle war und wieso sich meine ganzen Mutmaßungen immer wieder im Sand verliefen. Aufwärmen mussten sich jedoch die Dialoge der Jugendlichen – bis knapp über die Hälfte des Buches erschienen sie mir öfter mal unpassend oder nicht zeitgemäß. Und nein, damit meine ich nicht, dass die Autorin ein „Yo man“ oder „YOLO“ hätte einfügen sollen.

Und was hat der Buchtitel eigentlich mit der Geschichte zu tun?? Das dämmerte mir erst ganz langsam mit Beginn des letzten Kapitels und man, das war wirklich richtig gut. Der Showdown entschädigt für einige Kritikpunkte und ist auch der Grund, weshalb ich „Tausend Mal gedenk ich dein“ als Buchtipp empfehle und als eines der bisher besten Bücher von Heike Eva Schmidt sehe. Eine verstörende Geschichte, bei der hinter einer harmlosen Fassade ein knackiger Kern liegt.

Meine Wertung

sys_Bewertung-4

 

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