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Sonntag, 22. März 2015

„After passion“ (Bd.1) – Anna Todd

Heyne Verlag | 704 Seiten | ISBN: 978-3-453-49116-8 | Broschiert | 12,99 € |
eBook | 9,99 € | Zur Verlagsseite des Buches inkl. Leseprobe |


Die 18-jährige Tessa Young beginnt ihr Studium an der Washington State University. Sie ist klug, gutaussehend und hat sich die Ziele für eine erfolgreiche Zukunft bereits gesteckt. Als sie an der WSU jedoch den heißen, ungehobelten und unberechenbaren Hardin Scott kennenlernt, werden ihre ganzen Good Girl-Vorstellungen über den Haufen geworfen – er zieht sie magisch an und sie kann nichts dagegen tun.

After passion von Anna ToddZu allererst möchte ich erwähnen, dass ich versuche, Kraftausdrücke in dieser eher negativen Meinung weitestgehend zu umschreiben. An manchen Stellen lässt es sich jedoch nicht vermeiden, soll mein Eindruck doch genau so rüberkommen wie er auch gemeint ist. Ich wünsche gute Unterhaltung.

Auf der Plattform Wattpad bekannt geworden, bringt Autorin Anna Todd in ‚After passion’ jedes erdenkliche Klischee mit. Das „Good Girl“ Tessa trifft auf den „Bad Guy“ Hardin (wie sie ihn selbst nennt) und die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen. Er ist total anziehend, heiß, gepierct und tätowiert und ein charakteristischer Arsch. Sie sehr gebildet (habe ich nicht lange was von gemerkt) und hat klare Aussichten was ihre Zukunft angeht. Der böse Bub bringt natürlich alles durcheinander, das anfängliche Katz-Maus-Spiel ist unterhaltsam und erinnert an ‚Kirschroter Sommer’ von Carina Bartsch. Bis zu dem Punkt, an der sie von Hardin zum X-ten Mal ja so enttäuscht wird und nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Erinnert an die Teenager-Gören, die beim kleinsten Streit mit dem Beenden der Beziehung drohen – nicht lange ernst zu nehmen.

Ähnlichkeiten mit ‚Shades of Grey’ (SoG)? Hardin ist vom Typ her etwas dominant, sagt gern wo es langgeht und hat grauenvolle Stimmungsschwankungen, die jedem Mädel den Rang ablaufen – ansonsten haben die beiden Reihen jedoch überhaupt nichts miteinander gemeinsam. Schade, ein bisschen Peitscherei hätte ‚After passion’ auf der Unterhaltungs-Skala dann doch nicht geschadet.

„Generell macht der Titel, mit der Betonung auf ‚After’, dem Inhalt alle Ehre,
denn es ist weder was Besonderes, noch Neues, noch gut.“

Generell macht der Titel, mit der Betonung auf ‚After’, dem Inhalt alle Ehre, denn es ist weder was Besonderes, noch Neues, noch gut. Der Name Hardin taucht gefühlt jede zweite Zeile auf, d.h. summiert müssten das ca. 200 Seiten ausmachen – kein Wunder also wie 700 Seiten und drei weitere Bücher zustande kommen können. Am Schluss hatte Anna Todd wohl selbst keine Lust mehr, hat sie doch jede Möglichkeit genutzt um die beiden ihrem Triebleben nachgehen zu lassen. Story wird ja total überbewertet… oder die ihr bekannten Klischees waren einfach schon alle aufgebraucht.

Ich habe die 700 Seiten und die damit verbundene Lesezeit sehr gerne für euch verschwendet, um davon abraten zu können. Oder wenigstens eine ehrliche und unterhaltsame Meinung kundtun zu können. (An dieser Stelle einen breit lächelnden Smiley einfügen). Ich habe für euch geflucht, mich aufgeregt und ein Stoßgebet für die armen Bäume gen Himmel geschickt, die für dieses tausendfach gedruckte ******-Buch ihr Leben lassen mussten. „Life will never be the same …“?! Darauf könnt ihr wetten, ich bin schockiert von so einem „Bestseller“.

Meine Wertung

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(nein, damit ist nicht die Schulnote gemeint)

 


Weitere Meinungen:
Kates Leselounge: Rezension | Anna Todd | After Passion
myBookBlog: Rezension || Anna Todd – After passion


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