SocialMedia
Samstag, 23. Mai 2015

„Warum folgst du mir nicht?“ – oder wie ich Social Media nutze

„Warum folgst du mir nicht bei Twitter? Ich folge dir schon ewig.“, diese Frage stellte mir eine Leserin von Brösels Bücherregal, die ich zum ersten Mal persönlich traf und die selbst Bloggerin ist. Versteht mich nicht falsch, ich hab es derjenigen weder übel genommen noch mich angegriffen gefühlt, irritiert war ich trotzdem. Deshalb ist dieser Beitrag auch keine Rechtfertigung, sondern soll darstellen, wie ich die Social-Media-Kanäle Facebook, Twitter & Instagram für mich und den Blog allgemein nutze und mit anderen (Buch-)Blogs interagiere.

SocialMediaGenerell folge ich niemandem, nur damit mir dieser gegenfolgt. Was ich jedoch tue: ich sehe mir so gut wie jeden Account an, der mir selbst neu folgt und entweder ich kenne den-/diejenigen schon, mag seine/ihre Inhalte und folge, oder entscheide spontan, sollte mir dieser gänzlich unbekannt sein. Faktoren (die natürlich nicht alle zutreffen müssen) sind u.a.: Gefallen mir die Bilder? Haben wir ähnliche Lesevorlieben? Schreibt/teilt derjenige interessante Inhalte? Gefällt mir die Art, wie der-/diejenige schreibt? Und selbst wenn ich alle Fragen mit Nein beantworten muss, hat das nichts mit der realen Person hinter dem Account zu tun – sollte ich diese tatsächlich in echt und nicht nur aus dem WWW kennen.

Social Media ist schnell. Viele Menschen, viele Inhalte. Daher ist es mir umso wichtiger, bei meinem eigenen(!) Account selektieren zu dürfen/können. Eine Reizüberflutung hat man auf diesen Kanälen so oder so schnell.

Generell habe ich meine „Stammblogs“, bei denen ich öfter gerne stöbere und auch am Ball bleiben will. Hierzu nutze ich u.a. meine eigene Blogroll. Zufällig habe ich die meisten Blogger dahinter schon in echt kennengelernt, der persönliche Faktor spielt für mich auch eine essentielle Rolle. Ich weiß dann eher, wie der/die Bloggerin Geschriebenes meint und kann auch bspw. Buchtipps für mich selbst besser einordnen.

Selbstverständlich lese und folge ich auch Blogs/Accounts, die mir bzw. meinem Blog nicht folgen – sonst würde ich wohl viele interessante Menschen und Themen verpassen.

Jeder Social-Media-Kanal hat seine persönliche Mentalität und Twitter ist schon mal gänzlich anders als Facebook. Bei Twitter folge ich maximal 400 Accounts, das ist meine persönliche Höchstgrenze. Was habe ich für einen Nutzen, wenn ich über zig anderen folge, aber vor tausenden Tweets die Übersicht verliere und nicht mehr das mitbekomme, worauf ich wirklich Wert lege? Und nur jemanden folgen, damit mir dieser gegenfolgt? Das hatten wir schon, ist nicht so meins. Am besten die Tweets des anderen noch dauerhaft stummschalten, damit er trotz „Folgt Dir“ nicht weiß, dass ich ihn eigentlich nicht lese??! Macht für mich absolut keinen Sinn!
Auch diese 400 Accounts schaue ich alle paar Wochen nach „Leichen“ durch, evtl. haben sich sogar die Interessen oder Vorlieben beiderseits geändert, dann nimmt man still Abschied und hat zwischenzeitlich eben einen anderen spannenden Social-Media-Kollegen entdeckt.

Bei Instagram ist natürlich der optische Aspekt an 1. Stelle. Ich brauche nicht immer geniale Bilder um jemanden zu abonnieren (die mache ich auch nicht), aber es sollten u.a. auch keine „Ich habe mich geschnitten, schau mal“ oder gar Ultraschall-Fotos vom kommenden Baby sein. Das sind Dinge, die will ich von „Fremden“ gar nicht so genau wissen. Mein Account, meine Entscheidung.

Hoffentlich brachte euch der Artikel etwas Einblick und Verständnis, wie ich Social Media für mich nutze. Wie handhabt ihr das? Ähnlich oder gar ganz anders? Zu „Social“ gehört Interaktion und nur so kann ich auf jemanden aufmerksam werden und Neues/Interessantes entdecken, ansonsten ist das nicht persönlich gemeint. Jeder(!) sollte bei seinen Accounts entscheiden dürfen, wem oder warum er folgt.

 

Euer Bröselchen ^_^

Für die kostenfreie Nutzung des Bildes ein Danke an pixabay.de und den freiwilligen Bildautor kropekk_pl.

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