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Dienstag, 30. Juni 2015

Rezension | „Das Institut der letzten Wünsche“ – A. Michaelis

Originaltitel: Das Institut der letzten Wünsche | Autorin: Antonia Michaelis | 496 Seiten | ISBN: 978-3-426-65365-4 |
Hardcover | 19,99 € | eBook | 17,99 € | KNAUR Verlag | Leseprobe |


Das-Institut-der-letzten-Wünsche-Antonia-Michaelis-Knaur-Verlag-CoverMathilda arbeitet für das Institut der letzten Wünsche, eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten, schönen Hoffnungen erfüllt. Ob eine Fahrt im Riesenrad eines bereits stillgelegten Vergnügungspark, eine Übernachtung am Friedhof, oder noch einmal Schneeflocken spüren – und das mitten im Hochsommer.
Als eines Tages Birger Raavenstein das Institut betritt, müssen jedoch größere Tricks angewandt werden, denn der möchte vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und das gemeinsame Kind wiedersehen. Mathildas Aufgabe besteht darin, die beiden zu suchen, was sich jedoch als schwierig erweist – vor allem deshalb, weil sie sich auf den ersten Blick in Birger verliebt hat.

 

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ‚Das Institut der letzten Wünsche’ mein erstes Buch der erfolgreichen Autorin ist. Seit einer Ewigkeit stehen in meinem Regal ‚Solange die Nachtigall singt’ sowie ‚Der Märchenerzähler’, und wenn die genauso gut oder gar noch besser als dieses hier sind, kann ich die begeisterte Fangemeinde absolut verstehen.
 

Grundlegend hat mir allein die Idee des Instituts an sich gefallen, dass, wie der Name schon sagt, letzte Wünsche von bald sterbenden Menschen erfüllt werden. Dass es gefühlvoll und dramatisch wird, war daher vorprogrammiert. Mathilda mag ich von ihrem Wesen sehr, denn sie ist relativ verträumt und hat auch ein kleines Tabletten-Laster, wobei ich damit hauptsächlich sagen will, dass sie einfach schön unperfekt ist.

 

 

"Es ist zwar ein stilles Buch, jedoch mit großer Wirkung. Obwohl ich nicht richtig weinen musste, hat es mich doch sehr nachdenklich und teilweise etwas melancholisch gestimmt."

 

Die knapp 500 Seiten beinhalten neben der Hauptgeschichte von Mathilda und Birger, viele kleine Erlebnisse von den älteren Menschen, die ihren letzten Wunsch erfüllt bekommen. Ich finde es immer noch bemerkenswert, wie Antonia Michaelis es trotz der Menge an vielen unterschiedlichen Geschehnissen schafft, dass es sich letztendlich nicht wie ein verheddertes Wollknäuel liest. Ganz im Gegenteil, denn mitunter bieten diese Szenen Abwechslung, Erfrischung, Lachmomente und lenken zudem wohlwollend vom tragischen, absehbaren Ende ab. Aber nicht nur das: Auch der moralische, sowie ethische Aspekt eines solchen Instituts findet noch Platz in der Geschichte.

 

Aber nicht nur der Inhalt, sondern auch wie die Autorin schreibt, hat mich überzeugt. Es lässt sich sehr geschmeidig weglesen, Orte, Dialoge und Emotionen sind zum Greifen nah und sie trifft genau den richtigen Ton für ein sensibles Thema.

 

Es ist zwar ein stilles Buch, jedoch mit großer Wirkung. Obwohl ich nicht richtig weinen musste, hat es mich doch sehr nachdenklich und teilweise etwas melancholisch gestimmt. Ab sofort weiß ich was ich bekomme, wenn ich den Namen Antonia Michaelis lese.

 

 

Meine Wertung

sys_Bewertung-5

 

 

Weitere Meinungen:

My Books Paradise: Rezension: Antonia Michaelis – Das Institut der letzten Wünsche
Anima Libri: Rezension zu Das Institut der letzten Wünsche von Antonia Michaelis
Griinsekatzes Leseecke: [Rezension] "Das Institut der letzten Wünsche" von Antonia Michaelis

 

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