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Samstag, 10. Oktober 2015

„Der Marsianer“ – Andy Weir

Originaltitel: The Martian | Autor: Andy Weir | 512 Seiten | ISBN: 978-3-453-31583-9 Übersetzung: Jürgen Langowski | Broschiert 14,99 € | eBook 8,99 € | Heyne Verlag | Leseprobe


Der Marsianer von Andy Weir

Mark Watney ist Astronaut und als einer der ersten Menschen mit seiner Crew auf einer Mars-Expedition unterwegs. Er gerät in einen Sandsturm und wird daraufhin bewusstlos. Als er erwacht ist er allein, da seine Kameraden in der Annahme, dass er gestorben sei, bereits auf dem Weg zurück zur Erde sind. Es gelingt ihm Kontakt mit der NASA aufzunehmen, die fortan akribisch versucht Mark Watney zu retten. Doch der Mars, dessen Atmosphäre einem Menschen das Überleben fast unmöglich macht, arbeitet gegen ihn und ein außergewöhnlicher Überlebenskampf beginnt.

Auf „Der Marsianer“ von Andy Weir bin ich hauptsächlich durch den Filmtrailer gestoßen, da die Buchverfilmung mit Matt Damon am 8. Oktober 2015 in den deutschen Kinos erscheint. Tatsächlich benötigte ich für den Science-Fiction-Roman zwei Anläufe, denn er ist ziemlich technisch und ich befürchtete anfangs, dem nicht ganz folgen zu können. Davon sollte man sich jedoch keinesfalls abschrecken lassen, denn man benötigt dieses Wissen nicht, um die packende Geschichte verstehen zu können. Vielmehr beeindruckt Autor Andy Weir damit, diese erstaunlichen Kenntnisse nicht trocken, sondern intelligent und unterhaltsam rüberzubringen.

In der Annahme, dass Angst und Verzweiflung die Hauptkomponenten von „Der Marsianer“ sind, wird man immer öfter mit Witz überrascht.

Mark Watney ist ein sensationeller Charakter und das nicht nur wegen der Tatsache, dass er auf dem besten Weg ist eine lebende Legende zu werden. Cleverness, Problemlösungen und ein „kühler Kopf“ zeichnen ihn auf dem kalten Planeten aus – und nicht zuletzt sein Sarkasmus. In der Annahme, dass Angst und Verzweiflung die Hauptkomponenten von „Der Marsianer“ sind, wird man immer öfter mit Witz überrascht. Das steigert die Sympathien für den Astronauten nur umso mehr, was sich in ein regelrechtes Anfeuern auftürmt.

Auch die NASA bekommt einige Kapitel, die der ideale Ausgleich zur beklemmenden Situation vom Mars sind. Spätestens ab Beginn dieser Sicht hat einen das Rettet-Mark-Watney-Fieber. Versprochen. Lebenswichtige Entscheidungen müssen aus der weiten Ferne getroffen oder gar nur spekuliert werden, die ganze Welt fiebert auf die Rettung hin und während der ganzen 500 Seiten drängt sich mir bei den stets schlimmer werdenden Problemen immer öfter die Frage auf: Kann Mark Watney wirklich gerettet werden?

Dieses unglaublich gute Debüt fesselt, ist erschreckend realistisch und lässt einen die Unendlichkeit um die Erde herum knallhart bewusst werden.

Meine Wertung
sys_Bewertung-5

 

Buchkolumne in der Hersbrucker Zeitung, Wochenendausgabe 10./11. Oktober 2015


Weitere Meinungen:
Maike von Herzpotential: Andy Weir – Der Marsianer
The Read Pack: Rezension: Der Marsianer von Andy Weir
Nordbreze und so.: Der Marsianer von Andy Weir.

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