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Mittwoch, 7. Oktober 2015

Diskussion | Berechtigte Aufregung über „Biss in alle Ewigkeit“?

Gestern am 6. Oktober 2015, verkündete der Carlsen Verlag in seinem Mail-Newsletter offiziell, dass am 17. Oktober ein neues Buch von „Twilight“-Autorin Stephenie Meyer veröffentlicht werden wird. Die Bücher der „Biss“-Reihe sind bis heute meine einzigen Titel mit Vampiren die ich wirklich mochte – wahrscheinlich liegt es daran, dass ich seitdem eine Art Spontan-Brechreiz kriege, wenn ich auf einem Klappentext nur das Wort Vampir lese. Nach dem Welterfolg schossen damals hunderte solcher oder ähnlicher Stories ja nur so aus dem Boden, einige mit viel Gehirndurchfall in petto. Entschuldigt diese körperlichen Ausdünstungen, nun zurück zum Thema „Das neue Buch von Stephenie Meyer“: Voller Vorfreude öffnete ich den Newsletter um dann eher ja…, sagen wir mal, durchschnittlich begeistert zu werden.

Das ’neue‘ Buch Biss in alle Ewigkeit, besteht inhaltlich aus nicht viel mehr als der Grundgeschichte von Twilight/Biss zum Morgengrauen und lediglich einem Rollentausch der Geschlechter. Kaum war die Meldung gestern raus, echauffierten sich einige im Social Web, u.a. aufgrund der Ideenlosigkeit, was ich im Großen und Ganzen nachvollziehen kann. „Frau Meyer braucht eben Geld“, ist nur eine der Aussagen, die selbst Fans der Reihe über Bella und Edward gestern zum Ausdruck brachten.

BissinalleEwigkeit-Cover-StephenieMeyer-CarlsenVerlag(Mit Klick aufs Cover gelangst Du zur Verlagsseite)

Jubiläumsausgabe | Wendebuch mit Doppelcover | Erscheinungstermin: 17.Oktober 2015 Hardcover 24,99 € | Hier zur Ankündigung mit Probekapitel aus „Biss in alle Ewigkeit“

Aber ist diese Enttäuschung wirklich so begründet? Spontan fallen mir zwei Titel ein, bei denen es eine „Aus der anderen Sicht“-Variante gibt, wie z.B. Weil wir uns lieben, Band 3 von „Weil ich Layken“ liebe oder Grey, nach „Shades of Grey 1-3“, und ich muss sagen, reizen tun mich diese anderen Sichtweisen grundsätzlich eher weniger und ich verzichte gern darauf. Muss nicht sein.

Jetzt aber kommt Stephenie Meyer mit einer noch etwas veränderten Variante ihres Bestsellers mit dem Jungen Beaufort Swan und dem Vampir-Mädchen Edythe Cullen daher und es interessiert mich tatsächlich mehr, als schlichtweg nur ein 180°-Sichtwandel, wie bei den gerade genannten Beispielen.

Irgendwie kann ich die Autorin sogar verstehen: Mitte/Ende der 2000er schrieb sie an den ersten Entwürfen von „Midnight Sun“, Twilight aus der Sicht von Edward, und war über die illegale Verbreitung davon so enttäuscht, dass sie das komplette erste Buch bis heute nicht fertigstellte. Im Deutschen erschienen diese ersten 45 Seiten auschließlich als eBook unter dem Titel Edward und Bella – Auf den ersten Blick. Ist es da nicht irgendwo verständlich, dass sie dann ein anderes, wenn auch ähnliches Baby, unter ihre Leser bringen will?

Ich persönlich erinnere mich gern daran, wie sehr ich die Geschichte über Bella und Edward mochte und wie mir der Schreibstil von Stephenie Meyer zusagte. Diese Gründe allein spielen für mich eine Rolle, weshalb ich auch die ’neue‘ Geschichte von ihr lesen möchte. Nicht sofort und nicht zwingend, aber vielleicht irgendwann einmal.

(Übrigens hat Kristen Stewart hat die Filme so versaut. So eine emotionslose, schlafzimmerglotzende… ach, entschuldigung, ich schweife ab).

 

Wie seht ihr das? Ist die negative Reaktion auf „Biss in alle Ewigkeit“ einfach nur die Enttäuschung der Fans (oder Nicht-Fans), dass tatsächlich nichts komplett Neues erschaffen wurde? Oder braucht die liebe Frau Meyer doch nur wieder Geld, nachdem auch fast alle ihre Bücher verfilmt wurden und hier fast nichts mehr zu holen ist?

Euer Bröselchen ^_^

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