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Samstag, 7. November 2015

Rezension | „Am Ende der Welt traf ich Noah“ – Irmgard Kramer

Originaltitel: Am Ende der Welt traf ich Noah | Autorin: Irmgard Kramer | 352 Seiten | ISBN: 978-3-7855-8127-8 | Hardcover 17,95 € | eBook 13,99 € | Loewe Verlag | Leseprobe


Die junge Marlene ist gut behütet aufgewachsen und wünscht sich in ihrem Leben eine aufregende Veränderung. Als plötzlich ein fremder, roter Koffer vor ihr steht, ergreift sie kurzerhand ihre Chance und schlüpft in die Rolle von Irina Pawlowa, die sich zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch in einer Villa fernab der Zivilisation um den Jungen Noah kümmern soll. Noah ist blind und kann sich aufgrund einer unerklärlichen Krankheit nicht außerhalb seines Zuhauses aufhalten, wünscht sich jedoch nichts sehnlicher als frei zu sein. Da sich Marlene in den interessanten Jungen verliebt, verspricht sie mit ihm zu fliehen – hätte sie nur geahnt, was dabei passiert.

AmEndederWelttrafichNoah-IrmgardKramer-LoeweVerlag-CoverIrmgard Kramer hat mich mit „Am Ende der Welt traf ich Noah“ tatsächlich sehr positiv überrascht. Ich dachte, dass mich ausschließlich eine Teenager-Liebesgeschichte erwartet, die zwar eine der Hauptbestandteile des Buches ist, meiner Meinung nach aber sehr geschickt von einem ganz anderen roten Faden ablenkt.

Bücher aus der Ich-Form lese ich immer vermehrter, da ich es sehr schätze, so mehr über die Protagonisten zu erfahren und auch hier hat es sich gelohnt. Marlene macht in Bezug auf ihre Eltern deutlich, weshalb sie aus ihrem gefühlt tristen Leben ausbrechen will und ein gewisses Risiko eingeht, einfach einen fremden Koffer zu nehmen und mit einem Unbekannten mitzufahren.

Irmgard Kramer hat ein erstaunliches Buch geschrieben, dass nicht nur Jugendliche sondern auch Erwachsene begeistert.

Die Atmosphäre in der Villa ist super eingefangen, oft sehr düster und zunehmend beklemmend, was dem Jugendbuch einen gut gewählten, spannenden Touch verleiht. Das Gefühl von der Zivilisation abgeschottet und geradezu dort eingesperrt zu sein, war zum Greifen nah. Obwohl der Koch, der Gärtner sowie die Nonne anfangs sympathisch und besorgt um Noah wirken, schlägt dieser Eindruck etwa ab der Hälfte des Buches in Skepsis und in leichte Angst um – ich kann verstehen, weshalb die beiden Jugendlichen dort einfach nur weg wollen.

Über den kitschigen Anteil der Jugendliebe kann ich gut hinwegsehen, da mich die restliche Story viel mehr in ihren Bann zieht und mit einer wahrlich unerwarteten Wendung zum Staunen bringt. Wahnsinnig gut gemacht!

Irmgard Kramer hat ein erstaunliches Buch geschrieben, das nicht nur Jugendliche sondern auch Erwachsene begeistert. Eine Mischung aus Liebe, Spannung und mysteriösen Gedanken, die sich der Kopf manchmal zusammenreimt.

Meine Wertung
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Dieser Buchtipp erschien im Medien-Infos Buch-Magazin Nr.86 (Nov.2015)

Weitere Meinungen:
Damaris liest.: Review zu „Am Ende der Welt traf ich Noah“ von Irmgard Kramer
Literaturschock: Irmgard Kramer: Am Ende der Welt traf ich Noah
Nightingale’s Blog: Rezension | „Am Ende der Welt traf ich Noah“ von Irmgard Kramer


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