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Donnerstag, 5. Mai 2016

Wie ein anderes Medium her musste & ich Hörbücher für mich fand

Auf die Frage, ob ich denn auch Hörbücher hören würde, habe ich bis vor ein paar Monaten noch mit der Gegenfrage „Wann soll ich das denn tun?“ geantwortet. Ironie an sich, denn für fünf bis sechs Printbücher im Monat habe ich ja auch die Zeit. Ich wusste, dass meine Reaktion nur ein Vorwand war, da ich wirklich nicht raus hatte, WANN und WO ich sie hören sollte. Hörbücher erinnerten mich immer an meine Kindheit, in der zum Einschlafen schon leise Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg dudelten. Und das war das Problem: Ich schlief bei Hörbüchern ein. Einfach hinsetzen und zuhören war also nicht.
Und dann kam der Zeitpunkt, an dem ich gezwungen war, es nochmal zu probieren und mich außerdem mit der Frage zu beschäftigen: Was sind bitte gekürzte Lesefassungen?

Mit meinem Jobwechsel im Dezember kann ich nicht wie zuvor wahlweise mit dem Zug zur Arbeit und bin aufs Auto angewiesen. Das stört mich an sich überhaupt nicht, nur die wegfallende Lesezeit würde mich sehr schmerzen. (Das verstehen wohl wirklich nur Buchnerds.)

Ich habe das kostenlose Probeabo von audible genutzt und mir gedacht, joa, ´nem geschenkten Gaul und so… Die App funktioniert super, kann man nichts sagen und auch der Service ist einfach und kundenfreundlich. Jederzeit kündbar und selbst wenn man später wieder einsteigt, sind die bereits geladenen/gekauften Hörbücher nicht weg.

Darm-mit-Charme-Giulia-Enders-Hörbuch-audiomediaverlag-CoverMit ‚Darm mit Charme‘ von Giulia Enders habe ich auch wirklich einen guten Einstieg gefunden. Es ist richtig interessant, gleichermaßen lustig und plötzlich waren Hörbücher beim Autofahren auch kein „Da-rein-und-da-raus“ mehr.
Klar, auch im morgendlichen Delirium überhört man mal den ein oder anderen Part, aber das passiert mir bei Printbüchern genauso und ich lese bzw. höre es einfach nach.

Wie Du Dir denken kannst, ist auch bei diesem Medium Buch mein Sammlerinstinkt groß und ich habe mich mit genau einem digitalen Exemplar zufrieden gegeben. Ich möchte die Hüllen im Regal stehen haben. Fertig. So ist das eben bei mir. Digitalisieren muss ich sie zwar trotzdem, da mein Auto (Opel Adam) kein CD-Player mehr besitzt, sondern wirklich alles digital über USB-Anschluss, Bluetooth oder eben Radio läuft. Fragt also am besten nicht weiter nach, was meine Logik dahinter ist. Ich bin gut darin, es komplizierter zu machen, als es sein müsste. Und: Muss es bei der Buchliebe überhaupt eine Logik geben?! Nope. Sammlerinstinkt eben, over and out.

Der fehlenden Print-Lesezeit wurde Abhilfe geschafft und schnell waren auch die sehr beliebten ‚Känguru-Chroniken‘ von Marc-Uwe Kling ein Teil des brandneuen Hörbuch-Regals. Es ist nicht übertrieben, wenn Du von ihnen immer nur „Die sind mega gut!“ oder „Die sind nochmal besser als die Buchausgaben“ hörst. Ich habe sie zwar zuvor nicht gelesen, aber von Marc-Uwe Kling selbst gesprochen und mit seinem kommunistischen und allzu klugen Känguru ist das Hörerlebnis wirklich der Hammer. Reihenfolge: Band eins ‚Die Känguru-Chroniken‘ | Band zwei ‚Das Känguru-Manifest‘ | Band drei ‚Die Känguru-Offenbarung‘

Die-Känguru-Chroniken-Marc-UweKling-Hörbuch-Cover-HörbuchHamburgDas-Känguru-Manifest-Marc-UweKling-Cover-Hörbuch-HamburgDie-Känguru-Offenbarung-Marc-Uwe-Kling-Hörbuch-Hamburg

Was sind autorisierte Lesefassungen?

Wie ihr auf den Covern der Känguru-Chroniken erkennen könnt, steht dort „Live und ungekürzt“, aber was bedeutet das eigentlich? Auf vielen – aber noch lange nicht allen – Rückseiten von Hörbüchern steht kleingedruckt: Gekürzte oder autorisierte Lesefassung. Das bedeutet natürlich nicht, dass der oder die SprecherIn kurz vor Ende des Buches einfach zu lesen aufhört (Ha! Des wär doch amal a Gag). Die Lesung wird mit Genehmigung des Autors um Stellen gekürzt bei denen er der Meinung ist, dass man sein/ihr Buch auch ohne sie versteht und keine essentiellen Stücke fehlen.

Weiterdenken kann man dieses Thema auch mit diesem Auszug von Hoerbuecher4um:

„(…)Man sollte hier auch bedenken, dass z.B. bei älteren Werken die Autoren oft gar nicht mehr die Genehmigung geben können, da sie schon verstorben sind. Auch bei Übersetzungen ist es nicht so einfach, da der Autor die deutsche Übersetzung sicher nicht so genau einschätzen könnte(…)“

Aber warum tut man es generell? Klar, ein Buch wird nicht einfach eingesprochen, sondern vorher erstmal wirtschaftlich auf CD’s aufgeteilt und es könnte ja sein, dass auf eine CD nur noch ein kurzes Kapitel kommen würde. Das wäre unrentabel. Es ist zum einen also eine Sparmaßnahme der Verlage. Aber den schwarzen Peter möchte ich ihnen deshalb nicht zuschieben, denn eine gekürzte Fassung hat auch seine Vorteile, wenn wirklich langatmige und nicht allzu relevante Stellen des Prints rausgekürzt werden, ist das nur zum angenehmeren Hörgenuss des „Lesers“. Das ist natürlich wiederum der Vorteil der digitalen Anbieter wie audible, die oft mit den ungekürzten Versionen eines Hörbuchs werben.

Manchmal ärgert es mich schon ein wenig, dass ich die haptischen Hörbücher meist nur gekürzt bekomme, denn um es realistisch zu sehen: Ich will schon das „komplette“ Buch für mein Geld, oder?


Wo und wann hörst Du Hörbücher? Welche Lesefassung ist Dir lieber?


 

Sonnige Grüße aus Mittelfranken und einen schönen Feiertag! Ich schmeiß mich jetzt – Überraschung! – mit Buch auf den Balkon

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Dein Kommentar:

17 Kommentare

  • Antworten Susanne Donnerstag, 5. Mai 2016 um 13:12

    Ich bestehe immer auf die ungekürzte Fassung, was einfacher ist, wenn man hauptsächlich Audible verwendet. Gerade, weil ich eben die gane Geschichte hören/lesen möchte. Ich höre Hörbücher meist, wenn ich auf dem Weg zur oder von der Arbeit bin, beim joggen, einkaufen, Hausputz & abspülen. Ich sitze den ganzen Tag vor einem PC und muss manchmal einfach meine Augen ausruhen, weswegen ich für Hörbücher sehr dankbar bin. Und joggen an sich ist manchmal echt langweilig. Da hilft es sich auf andere Sachen zu konzentrieren :)
    Ich finds schön, das Hörbücher in letzter Zeit immer beliebter werden. :))

    Schönen Feiertag, genieß die Sonne & liebe Grüße,
    Susanne

    • Antworten Bröselchen Sonntag, 8. Mai 2016 um 14:41

      Liebe Susanne,
      vielen Dank für Dein Feedback. Ist ja super, wie sich Hörbücher schon in Deinen Alltag eingebracht haben. Ich werde das wohl auch mal ausprobieren, wobei ich aktuell schätze, dass es wohl beim Autofahren bleibt.
      Hab vielen Dank und noch einen traumhaft sonnigen SONNtag,
      LG Brösel

  • Antworten Aglaya Donnerstag, 5. Mai 2016 um 14:31

    Ich habe vor etwa einem Jahr angefangen, Hörbücher zu hören. Eigentlich immer dann, wenn ich gerne Unterhaltung hätte, aber die Hände oder den Blick nicht freihabe für ein Buch. Im Bad, beim Kochen, Putzen, zum Bahnhof laufen… So komme ich auf rund 1,5-2 Stunden täglich. Wenn immer möglich höre ich die ungekürzte Fassung, ich lese ja auch lieber das gesamte Buch und nicht nur die Readers Digest Variante ;-) (obschon ich durchaus der Meinung bin, dass manche Bücher ohne grosse Verluste gekürzt werden können oder vielleicht sogar sollten…)

    • Antworten Bröselchen Sonntag, 8. Mai 2016 um 14:43

      Liebe Aglaya,
      vielen Dank für Dein Feedback! Du hast schon recht, wenn, dann möchte ich eigentlich schon das komplette Buch haben, gell?! Wie es der Zufall so will, habe ich diese Woche noch von einem „Wiedereinsteiger“-Angebot von audible Gebrauch gemacht und kriege die nächsten drei Hörbücher für je 95ct.
      Viele sonnige Grüße und noch einen tollen SONNtag,
      Brösel

  • Antworten Cindy von Kumos Buchwolke Donnerstag, 5. Mai 2016 um 17:59

    Hallo liebes Bröselchen,

    eigentlich war ich gerade drauf und dran das Abendbrot vorzubereiten, dann kam mir dein Beitrag in die Quere, tja da muss der Bauerntopf noch ein paar Minuten warten.

    Ich hab mich anfänglich mit Hörbüchern auch schwer getan. Es war nicht das Medium an sich, sondern eher der Gedanke, das Buch selbst lesen zu wollen. Gieriger Sammlertrieb. Ein Umdenken setzte erst langsam vor zwei Jahren ein, durch meinen Job. Viele Kollegen hörten nebenbei nicht nur Musik, sondern auch Hörbücher. Ich war neugierig und mit der Zeit probierte ich mich an meinem ersten Hörbuch, während der Rechnungsprüfung. Klar geht manchmal auch ein gesprochenes Wort unter, die Arbeit steht in diesem Moment an erster Stelle, aber unterm Strich war es eine tolle Erfahrung und hat mich entspannt und konzentrieter werden lassen. Wenn ich komplizierte Fälle habe, dann verzichte ich auf alles was mit Kopfhörern zu tun, aber in der normalen Arbeitstag Routine mag ich sie nicht mehr missen. Seit letztem Jahr habe ich sowohl ein Abo bei Spotify als auch bei Audible. Damit suche ich mir das bestmögliche Angebot raus. Ich muss die Hörbücher nicht in meinem Regal haben, sie digital zu suchten, reicht mir vollkommen. Mittlerweile bin ich entspannter in der Wahl meiner Hörbücher. Ich werde nicht alle Bücher die mir gefallen, lesen können, aber dafür umso mehr hören. Gerne nutze ich dieses Medium zur Reihenauffrischung bevor ich weiterlese oder ich höre Bücher aus anderen Genres. So bin ich über „Ein Mann namens Ove“ gestolpert, das Buch hat mich vorgelesen so sehr bewegt, wie ich das mit meiner eigenen Lesestimme nie hinbekommen hätte. Oder aktuell lese ich „Die Seiten der Welt“ zur Einstimmung und Auffrischung habe ich mir den ersten Teil als Hörbuch angehört. Noch immer habe ich bei bestimmten kleinen liebenswerten Charaktere, Simon Jägers Stimme im Ohr. Hörbücher möchte ich nicht mehr missen.
    Liebe Grüße Cindy

    • Antworten Bröselchen Sonntag, 8. Mai 2016 um 14:45

      Liebe Cindy,
      vielen Dank für Dein ausführliches Feedback und verzeih mir, dass ich Dich vom Kochen abgehalten hab. Lach. Ich hoffe, der Bauerntopf kam noch rechtzeitg auf den Tisch ;-)
      Was Du beschreibst, habe ich auch immer wieder im Kopf. Will ich das Buch jetzt als Print oder ist mir das Hörbuch „genug“?! Finde es außerdem sehr spannend, wie ein anderes Medium die Geschichte kommunizieren kann. Hab vielen Dank und noch einen tollen sonnigen SONNtag,
      LG Brösel

  • Antworten Sunsy Donnerstag, 5. Mai 2016 um 19:39

    Oh ja, ich liebe Hörbücher und bin schon seit einigen Jahren Audible-Abonnent. Ich höre im Schnitt 4 Hörbücher im Monat, und da natürlich bis auf wenige Ausnahmen die ungekürzten Fassungen. Ich mag es gern besonders dick und ausführlich (wie z.B. bei Stephen King). Im Allgemeinen höre ich meine Hörbücher beim Autofahren, der Hausarbeit, beim Sport und beim Spazierengehen am Wochenende. Also immer dann, wenn ich schlecht ein Buch lesen kann, aber ungern die Lesezeit einfach verschenken möchte ;) – wir verstehen uns :)

    Ich bin allerdings Fan vom Digitalen. Von eBooks wie Hörbüchern. Grund: Sie benötigen nur kleine Aufbewahrungsflächen (etwa eine externe Festplatte), und ich habe sie auf dem Smartphone, dem Kindle, dem iPad immer und überall dabei. Gern auch mal eine zweistellige Anzahl zur besseren Auswahl :))) – Eine Bücherwand habe ich natürlich trotzdem in meinem Wohnzimmer. Wat mut, dat mut :)

    Fühl dich gedrückt *pling* – ich stoße mal eben zur Feier des Tages mit Hugo an :)
    Elke

    • Antworten Bröselchen Sonntag, 8. Mai 2016 um 14:49

      Liebe Elke,
      ein liebes *pling* zurück, heute mit frischem Sprudelwasser und Heidelbeeren. Vielen Dank für Dein Feedback, die digitalen Vorteile sind in diesem Fall natürlich klasse. Leider kann ich mich dafür immer noch nicht so begeistern, aber immerhin habe ich zufällig diese Woche ein „Wiedereinstiegs“-Angebot von audible in Anspruch genommen und bekomme die nächsten drei Hörbücher für je 95ct. Warten wir’s ab. Ein interessantes Feedback bekam ich auch bei twitter, wo jemand berichtete, dass er sich trotz des digitalen Hörbuchs dann als „Trostpflaster“ das Print kauft. Damit könnte ich mich arrangieren … :)
      LG und einen tollen SONNtag, Brösel

  • Antworten Seva Donnerstag, 5. Mai 2016 um 21:29

    Huhu :)

    Ich höre viel beim Aufräumen, putzen, kochen… dem ganzen Haushaltskram halt. Da zieh ich mir die Bücher dann auf den Ipod und laufe mit Kopfhörern rum. Ich schlafe noch heute mit Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg ein und würde das damit wohl auch direkt tun :D
    Letztens hab ich das erste Mal Bücher gehört, während ich am PC saß.. das war merkwürdig… aber irgendwie auch sehr gut :D Manchmal tut es auch die Wanne. Wenn mir Buch halten zu anstrengend ist *g*

    Meistens achte ich darauf, dass ich eine ungekürzte Fassung habe. Dabei gehe ich auch so weit, dass ich mir gekürzte Hörbücher nicht aus der Bibliothek mitnehme, sondern dann doch lieber lese. Ausnahme halt, wenn jemand viel geschwärmt hat, oder ein Hörbuch einfach mehr Sinn macht. „Er ist wieder da“ von Timur Vermes hat für mich z.B. nur gesprochen funktioniert. Ich hätte mich beim Lesen nicht mal halb so sehr amüsiert. Da geht es dann auch gekürzt. Aktuell habe ich mich über „Morgen ist leider auch noch ein Tag“ von Tobi Katze „geärgert“. Das (sehr, sehr, sehr gute!) Hörbuch habe ich zum Geburtstag bekommen. Danach habe ich auch noch das Taschenbuch geschenkt bekommen (weil ich so viel markieren wollte :D) und mittlerweile beides inhaliert. Ich kann die Kürzungen in diesem Fall nicht nachvollziehen und fand die rausgekürzten Kapitel (ja, nicht nur Absätze) gar nicht so unwichtig. Das Buch funktioniert zwar auch ohne, aber es wurde halt ein ganzer Aspekt – den ich persönlich sehr wichtig fand – rausgekürzt. Hier bin ich froh beide Versionen zu haben. Nur das Buch wäre auch irgendwie blöd. :)

    Schönes Wochenende wünsch ich =)

    Svea

    • Antworten Bröselchen Sonntag, 8. Mai 2016 um 14:56

      Liebe Svea,
      vielen Dank für Dein Feedback, das ist wirklich interessant zu lesen, wie unterschiedlich sich „Leser“ mit Hörbüchern arrangieren. Stimmt, mit der gekürzten Lesung ist natürlich auch das Risiko höher, dass man etwas nicht mitbekommt, obwohl es einen interessiert hätte. Mich würde da echt mal interessieren, wer tatsächlich bestimmt (z.B. wenn Autoren verstorben sind), was genau rauskommt oder welche Prioritäten gesetzt werden.
      Liebe Grüße und einen sonnigen SONNtag,
      Brösel

      • Antworten Tobi Katze Mittwoch, 20. Juli 2016 um 16:51

        Liebe Svea, liebes Bröselchen,
        um da kurz etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern und etwas Licht ins Dunkel zu bringen:
        Kürzungen sind ein schwieriges Unterfangen. Für gewöhnlich gibt es eine Beschränkung, wie viele Zeichen das Manuskript haben darf – denn ab einer gewissen Länge (und damit entsprechender Anzahl CDs) steigen die Kosten so an, dass es sich niemand mehr kaufen möchte. In wenigen Fällen, wo der Bedarf nach einer ungekürzten Lesung hoch ist (also: bewiesen hoch) – ist die Länge kein Problem. Beim Rest – ist es schlicht ein finanzielles Risiko.
        Die Kürzungen gehen für gewöhnlich immer (!) nochmal über den Autor. Vorgenommen werden die häufig von externen Leuten, denn das eigene Buch zu kürzen – ist fast unmöglich.
        In meinem Fall war es so, dass ich einen Kürzungsvorschlag bekam und selbst nochmal daran arbeitete, da mir gewisse Aspekte wichtiger waren als andere. Dabei ist der von dir beschriebene Handlungsbogen (leider) rausgefallen, da mir andere Aspekte wichtiger schienen, die ich gern in ihrer Gänze erhalten wollte, was ohne die Kürzung eines kompletten Handlungsfadens nicht möglich war. Du siehst vielleicht die Zwickmühle :)
        Entweder man opfert komplette Figuren – oder die Sprache als Ganzes. Da es mir eher darum ging, die Gefühlswelt adäquat auszudrücken – habe ich mich schweren Herzens dazu entschieden, die Innenansichten den Handlungen vorzuziehen.
        Vielleicht ist das für den einen oder anderen hier interessant, wenn ihr euch fragt, wie solche Kürzungen zu erklären sind. Ich find´s persönlich auch sehr schade, aber irgendetwas musste leider raus…
        Liebe Grüße,
        Tobi

  • Antworten Evy Donnerstag, 12. Mai 2016 um 17:07

    Ich hab mit Hörbüchern auch Probleme – aber ich bin nicht aufs Auto angewiesen :-) Ich finde es sehr gut, dass es Hörbücher gekürzt gibt, das könnte sich auch zu einer Kunstform entwickeln – denn manchen Texte hören sich gesprochen nicht so gut an wie „innerlich“ mitgelesen. Als Hörbuch wirken manche Sätze lang und massig oder das Tempo ändert sich. Informationen werden anders wahrgenommen. Deswegen finde ich das gut. Interessant wäre, ein Buch so aufzubereiten, dass es als Hörbuch auch inhaltlich anders ist :-) Aber du hast recht: Wenn man ein Hörbuch kauft, sollte man als „erste Version“ die ungekürzte Fassung bekommen.

  • Antworten Kati@ZeitZuLesen Donnerstag, 12. Mai 2016 um 19:10

    Servus liebes Bröselchen,
    endlich habe ich mal Zeit auf Deinen neuen Seite zu schnuppern – und bin nach wie vor begeistert :-) Jedes Mal wenn ich in meine Excel Buchliste ein neues Werk eintrage, muss ich automatisch an Dich denken (is Deine Vorlage).

    Lange Rede … Hörbücher höre ich auch noch nicht sooo lange … Der Einstieg erfolgte ebenfalls via audible und da bin ich auch kleben geblieben. Ich finde es perfekt fürs Laufen, dass muss sich mein innerere Schweinehund nicht zwischen Lesen und Sport entscheiden, sondern ich kann das Buch, welches ich gerade lese einfach beim Joggen weiterhören: perfekt. Aber nicht mit jedem Sprecher komme ich klar, bei manchen (vor allem Herren) schlafe ich ein, andere wiederrum können nervtötend sein (dann eher Frauen) und wieder andere sind WAHNSINN … so wie A Darker Shade of Magic in englisch – zum Schießen!

    Viele liebe Grüße,
    Kati

  • Antworten Henrik Samstag, 14. Mai 2016 um 15:55

    Hallo Dani!

    Sauber schauts aus! ;-)

    Ich muss sagen, dass ich zu Beginn des Jahres auch das ein oder andere Hörbuch gehört habe über Spotify. Einfach, weil mir so ein bisschen die Zeit gefehlt hat um zu lesen und ich auch keine große Lust auf das hatte, was bei mir rumstand. Intension war also dann die gleiche: „Probier mal was Neues.“

    Ich habe dann festgestellt, dass es mich weder beißt noch mir irgendwie weh tut. Ich habe dann auch feststellen müssen, dass gekürzte Versionen für das Sammlerherz mega schmerzlich sind. Hab nämlich eine gekürzte Fassung gehört und parallel das Buch in die Hand genommen um festzustellen, was genau weggenommen wird. Fazit: Ist mega viel, aber oftmals kommen unwichtige Stellen weg.

    Für mich wäre es trotzdem nichts, die Digitale Fassung reicht komplett oder wie ich es probiert habe über Spotify. Trotzdem bevorzuge ich das gedruckte Buch. Da geht halt nicht viel drüber.

    Liebe Grüße an dich!
    Henrik

  • Antworten lesenslust Montag, 30. Mai 2016 um 20:50

    Huhu,

    also das mit den Hörbüchern ist bei mir so ne Sache. Das ist ja an sich ne feine Sache, vor allem wenn die Sprecher die Story wunderbar präsentieren. Fakt ist aber dass ich sie mir entweder anhöre und sie einfach mal nicht bespreche, oder aber, ich muss sie mehrmals hintereinander hören bzw. immer wieder zurückspulen, weil ich sonst die Inhalte nicht richtig verarbeiten bzw. sie mir merken kann. Das ist irgendwie ganz schön umständlich und hilft mir persönlich überhaupt nicht dabei, eine Geschichte schneller zu entdecken und mehr Bücher zu schaffen. Ich glaube aber, ich bin und bleibe einfach der Printnerd, der jede Minute der täglichen Fahrzeit dazu nutzt, um sich durch die Seiten eines Buches zu lesen. Und mal ganz nebenbei bemerkt, lässt es sich dahinter wunderbar verstecken, vor komischen Leuten, gestressten Ellenbogen und stinkendem Mundgeruch. ;-)

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Antworten Wolfsmedchen Mittwoch, 6. Juli 2016 um 13:11

    Hörbücher waren bei mir ein langer Findungsweg. Ich liebe zwar von klein auf Hörspiele und höre auch heute noch einige davon (z.B. die neuen Folgen von den Sherlock Holmes Fällen oder Offenbarung 23) aber mit Hörbüchern bin ich irgendwie nie warm geworden. Unterwegs lese ich lieber als in lauten Zügen einem Hörbuch zu lauschen und generell war ich lange Zeit der Meinung, dass mir das Monotone vorlesen eines einzelnen Sprechers nicht gefällt.

    Die Wende kam dann lustigerweise mit Spotify. Ich hab festgestellt, dass es dort wahnsinnig viele Hörbücher umsonst gibt, die wohl (hoffentlich) von den Verlagen dort selbst reingestellt wurden und ich diese prima nebenbei am PC hören kann wenn ich wieder mal in meinem MMORPG versumpfe, bei dem ich die Hintergrundmusik der Gebiete nicht mehr hören kann aber auch keine totale Stille im Zimmer haben möchte.

    Inzwischen höre ich sogar relativ viele Hörbücher dort und hab mir ein Audible Abo zugelegt. Neulich hab ich mich sogar an Jane Austen Hörbücher rangewagt, die ich zwar immer schonmal lesen wollte mich aber immer aufgrund der altmodischen Schreibweise abgeschreckt haben und bin nun ehrlich froh drüber die Hörbücher gefunden zu haben.

    Ich bleibe aber bei der digitalen Version, die Geschichten hab ich dann doch lieber als Buchform im Regal stehen.

    Liebe Grüße

    • Antworten Bröselchen Mittwoch, 6. Juli 2016 um 16:16

      Liebes Wolfsmedchen,
      vielen Dank für Dein ausführliches Feedback. Es ist wirklich interessant zu lesen, wie andere ihren Weg zum Hörbuch gefunden haben und es jetzt handhaben. Tatsächlich ist es bei mir mittlerweile auch so, dass ich mir ein audible-Abo zugelegt habe und mir dann das Buch für’s Regal zusätzlich kaufe – vorausgesetzt, es hat mir gefallen.
      LG, Brösel/Dani