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Dienstag, 5. Juli 2016

„Die rote Königin“ (Bd.1) – Victoria Aveyard

Originaltitel: Red Queen | Autorin: Victoria Aveyard | Übersetzung: Birgit Schmitz | Seiten: 512 | Hardcover 19,99 € | ISBN: 978-3-551-58326-0 | Carlsen Verlag


Mit „Die rote Königin“ schrieb Autorin Victoria Aveyard ihr Debüt und lädt mit der Hauptperson Mare in eine fantastische Welt der „Roten“ der „Silbernen“ ein. Das Mädchen ist eine Rote und muss der Silber-Elite dienen, da nur Menschen silbernen Bluts übernatürliche Kräfte besitzen. Das Unglaubliche passiert, als Mare in Gefahr gerät und sie sich selbst mit Hilfe besonderer Fähigkeiten rettet. Eine Rote!
Um den Schein zu wahren, wird sie vom Königspaar mit einem Prinzen verlobt und als Silberne ausgegeben. Zwischen der Roten Rebellion und den harten Regeln einer silbernen Prinzessin, gibt es auch noch ihre Gefühle, die ihr bisheriges Leben im wahrsten Sinne des Wortes zum Erzittern bringen.

DieroteKönigin1_DieFarbendesBlutes_VictoriaAveyard_CarlsenVerlagSchon lange habe ich keinen Fantasy-Jugendroman mehr gelesen und dieser Reihenauftakt machte mich dann doch sehr neugierig. Mare ist ein cooles, freches Mädchen und hat – auch wenn sie das oft selbst nicht so sieht – echt was am Kasten. Es sind zwar nicht unbedingt die Dinge, die sich ein adeliger Silberner unter angemessen vorstellt, aber für mich hatte sie damit schnelle Sympathiepunkte eingesackt. Sie scheut sich nicht davor, auch mal dreckig zu werden und obwohl sie gern gegen allgemeingültige Regeln für Rote verstößt, weiß man doch, dass sie das hauptsächlich für ihre Familie tut.

Ich mag Fantasybücher, in denen mit Selbstverständlichkeit übernatürliche Kräfte beschrieben oder fiktive Bezeichnungen genannt werden, ohne dass man nur ansatzweise in Versuchung kommen könnte, an der Glaubhaftigkeit oder dem Realitätsgehalt zu zweifeln.

Die einzelnen Haupt- und Nebenfiguren haben wahrlich Charakter eingefleischt bekommen, die man für sich selbst ganz automatisch und schnell als sym- oder unsympathisch einstuft. Mit den lebendigen Figuren hat man ein tolles Leseerlebnis, das neben einem guten Plot ein wesentlicher Bestandteil zum versprochenen Abenteuer ist.

Buchtrailer zu „Die rote Königin“

Was meine lang anhaltende Begeisterung dann so rapide absinken ließ, kann ich nur erahnen. Die letzten 180 Seiten zogen sich wie langer, zäher Kaugummi, die Geschichte dümpelte nur noch so dahin. Es kam nichts mehr, was mich groß überraschte und die Lust zum Weiterlesen verpuffte gnadenlos. Ich ließ das Buch sogar einen Tag liegen, vielleicht hatte die Stimmung nicht gepasst? Aber leider änderte sich nichts, das „große Finale“ kam leider wie eine Schnecke ins Ziel, die „ach, so unerwartete Wendung“ war eine glatte Platzpatrone und ich habe die Seiten nur noch überflogen.
Sehr schade, denn ich hatte mir von dieser Reihe viel versprochen. Den zweiten Band „Die Farben des Blutes: Gläsernes Schwert“, der am 1. Juli erschien, werde ich mir garantiert nicht antun.

Meine Wertung

 


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Dein Kommentar:

2 Kommentare

  • Antworten Susanne Samstag, 9. Juli 2016 um 20:48

    Hallo :)
    Klingt ja nicht so positiv…schade eigentlich…

    Viele Grüße
    Susanne

  • Antworten Kati Mittwoch, 17. August 2016 um 13:31

    Servus Dani,
    bin vom Beitrag zuvor gleich noch zu Deiner Rezension zur Roten Königin gehopst :-) Das Buch habe ich in etwa gleich gewertet. Begeistern konnte es mich nicht – zu platt war es ingesamt, zu eindimensional. Auch das Thema der Zweifarbengesellschaft ist so gar nicht neu und wirkte eher kopiert. Von diversen Logikfehlern nicht zu sprechen. Die Story and sich ist nicht schlecht und die Wendung am Ende hat mich dann doch überrascht (ich bin zu naiv und habe mit dem Verrat nicht gerechnet) aber für Band 2 reicht es auch bei mir nicht. Zwar habe ich die Fortsezung angelesen und zwar als Leseprobe aber dann guten Gewissens die Reihe für mich ad acta gelegt.
    Liebe Grüße,
    Kati