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Freitag, 18. August 2017

„The Hate U Give“ – Angie Thomas

cbt Verlag | Autorin: Angie Thomas | Originaltitel: The Hate U Give | Übersetzung: Henriette Zeltner | Seiten: 512 | Hardcover 17,99€ | ISBN: 978-3-570-16482-2 | Erscheinung: 24.07.2017


Rassismus ist in unserer Gesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt präsent wie eh und je. Im Jugendbuch „The Hate U Give“ von Angie Thomas ist das heikle Thema ebenfalls Mittelpunkt und erzählt die Geschichte der 16-Jährigen Starr Carter, die in zwei Welten lebt: die überwiegend weiße Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist und das schwarze verarmte Viertel, in dem sie mit ihrer Familie wohnt.

The Hate U Give von Angie ThomasAls Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, macht der Vorfall landesweit die Runde. Khalil war unbewaffnet, der Polizist weiß. Angeblich soll Khalil einer Gang angehört haben, einige demonstrieren in seinem Namen.
Die Polizei sowie der lokale Drogenboss setzt Starr samt ihrer Familie unter Druck und nur sie weiß, was an dem Abend wirklich geschah. Wird ihre Stimme zur Gerechtigkeit verhelfen oder sie in Lebensgefahr bringen?

Ich gestehe, dass ich während des Schreibens dieser Buchbesprechung den Titelsong von Prince of Bel-Air sowie guten OldSchool HipHop aufgelegt habe, denn das ist genau die Stimmung, die ich auch während des Lesens von „The Hate U Give“ durchgängig spüren durfte.

Dieses Buch bietet sehr viel mehr als eine gute Geschichte, denn dafür ist der Einblick in das Leben der verarmten Viertel in den USA zu authentisch. Ich spüre den Beat aller „Mommas“, den Beschützerinstinkt aller „Daddys“, die Liebe unter den Geschwistern und wie leicht es dort ist, vom rechten Weg abzukommen, um seine Familie beschützen.

Der Zusammenhalt – vor allem bei Starrs Familie – ist zum Greifen nah und bestätigt den Eindruck, den ich allein beim Ansehen von Filmen aus den USA öfter habe: Schwarze Menschen haben ein anderes Temperament und die Musik fließt durch deren Adern.

Dieses Buch soll in Schulen gelesen und besprochen werden, bereits zu recht auch auf den deutschen Bestsellerlisten landen, ganz lange bleiben und vor allem: etwas bewegen. Denn das kann es!

Da ich neben der deutschen Ausgabe auch einen Teil der englischen gelesen habe, kann ich mit Freude sagen, dass auch die Übersetzung gelungen ist. Der charakteristische Slang der Sprache ist im Original natürlich noch authentischer, aber die Bedeutung und vor allem das ganz bestimmte Feeling gingen dabei kaum verloren.

„The Hate U Give“ lässt den Puls schneller schlagen, denn Verlust, Frustration, Unverständnis und Rassismus stehen auf der Tagesordnung von Starr. Aber auch Familie, Freundschaft, Liebe und dass es da noch etwas Größeres gibt unter uns „white and black people“.

Dieses Jugendbuch ist stark, aufrichtig, wichtig und notwendig! Dieses Buch soll in Schulen gelesen und besprochen werden, bereits zu recht auch auf den deutschen Bestsellerlisten landen, ganz lange bleiben und vor allem: etwas bewegen. Denn das kann es!

Meine Wertung

 

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Dein Kommentar:

8 Kommentare

  • Antworten lesenslust Freitag, 18. August 2017 um 18:09

    Meine Worte. ;-)

    Manche Hypes sind einfach gerechtfertigt.

    Liebe Stöbergrüße, Steffi

  • Antworten Sven Freitag, 18. August 2017 um 18:56

    Ich fand das Buch auch super, aber gestört haben mich die vielen Grammatik- und Rechtschreibfehler. Wenn es wenige sind, dann überlese ich die einfach, dann stören die mich nicht, aber in dem Buch war es doch ein wenig zu viel, oder habe ich mir das eingebildet?

    • Antworten Bröselchen Freitag, 18. August 2017 um 19:43

      Viele Rechtschreibfehler? Da konnte ich bewusst nur einen ausmachen, also nicht viel mehr, als ich bei anderen aktuellen Büchern entdecken würde. Und eigentlich fällt mir sowas schon recht deutlich ins Auge.
      Täuschen kann man sich zwar immer, aber das könnte ich jetzt nicht so unterschreiben.

      Alles Liebe,
      Brösel

    • Antworten Eva Samstag, 19. August 2017 um 11:35

      Fehler sind mir keine aufgefallen, ich habe es auf Englisch gelesen und fand es fantastisch gut. Und Slangausdrücke sind ja kein Fehler ;)

  • Antworten Leselaunen Dienstag, 22. August 2017 um 9:35

    Das Buch muss wirklich gut sein. Überall liest man davon. Sehr wichtige Thematik, allemal.

    Neri, Leselaunen

  • Antworten Sina Samstag, 16. September 2017 um 18:13

    Mir war eigentlich sowieso schon klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss, doch nach deiner Rezension ist es auf meiner TBR-Liste gleich noch ein wenig nach oben gerutscht! Das Buch klingt wirklich nach einer Geschichte, die man gelesen haben muss – ich freue mich darauf.

    Liebe Grüsse, Sina

  • Antworten »The Hate U Give« von Angie Thomas | Kates Bücherregal Montag, 16. Oktober 2017 um 8:01

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