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Mittwoch, 13. September 2017

„Natürlich kannst du dich ärgern, du kannst aber auch Kekse essen“ von Christine Lewicki

mvg Verlag | Autorin: Christine Lewicki | Seiten: 160 | Softcover 14,99€ | ISBN: 978-3-86882-806-1 | Erscheinung: 14.08.2017


Die Kekse im Titel von Christine Lewickis Ratgeber „Natürlich kannst du dich ärgern, du kannst aber auch Kekse essen“ waren aufgrund meines Namens wirklich nicht der einzige Grund, weshalb ich zu diesem Buch tendierte. Die Bereiche Lebensführung und Persönlichkeitsentwicklung interessieren mich schlichtweg und irgendwann hat man seine bevorzugten Verlage; in diesem Fall die Münchner Verlagsgruppe (mvg). Laut dem Klappentext ärgern wir uns 15 bis 30 Mal am Tag und dieses Anti-Ärger-Buch verspricht in 21 Tagen zu mehr Gelassenheit?

Natürlich-kannst-du-dich-ärgern-Christine-Lewicki-CoverDie Direktorin des Unternehmens O Coaching Inc. hat sich selbst getestet und berichtet in diesem Buch von ihrem entwickelten Programm, mit der es angeblich jeder Mensch schaffen kann, diesem fiesen Denk- und Verhaltensweisen von „sich lautstark ärgern“ zu entkommen und ein entspanntes sowie harmonisches Leben zu führen.

Grundsätzlich sagte mir der Ratgeber sehr zu, denn er beginnt beim Kern, weshalb wir uns überhaupt ärgern, welcher Sinn dahinter steht und was es ausmacht, wenn der eigene Blickwinkel auf das vermeintliche Ärgernis geändert wird. Letztlich ist das natürlich leichter gesagt – oder geschrieben – als getan, denn der Rest muss schon selbst erledigt werden.
Um Gewohnheiten zu ändern, dauert es laut der Coacherin 21 durchgehende Tage, mit denen man die typischen Denk- und Verhaltensmuster durchbricht –  samt Rückschlägen kann das natürlich bis zu drei Monate oder länger dauern.

(..) bei den sogenannten vier Phasen des eigentlichen 21-Tage-Gelassenheit-Projekts hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, (..)

Wie bereits angedeutet, hat mir die Quintessenz sehr zugesagt und anhand der Beispiele, konnte ich garantiert auch den ein oder anderen kostbaren Hinweis für ein Leben mit weniger Ärger mitnehmen. Leider fand ich nicht alle Umsetzungsvorschläge der Autorin schlüssig oder realistisch. Hier zeigte mir das Buch, dass es doch „nur“ eine literarische Grundlage ist und um wirklich dauerhaft etwas zu ändern, sollte man entweder einen professionellen Coach in Anspruch nehmen oder braucht schlichtweg sehr viel Disziplin.

Auch bei den sogenannten vier Phasen des eigentlichen 21-Tage-Gelassenheit-Projekts hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, es bleiben bei den einzelnen Steps zu viele Fragen offen, die ich für eine frustfreie Umsetzung des Ganzen benötigt hätte.

Dieser Ratgeber ist eine Mischung aus Achtsamkeitslehre, dem Einführen eines Glückstagebuchs und Persönlichkeitsentwicklung im gesellschaftlichen Bereich – viel zu viel meiner Meinung nach für ein schmales 160-Seiten-Buch. Mit „Natürlich kannst du dich ärgern, du kannst aber auch Kekse essen“, kannst Du loslaufen, für die Zielgerade braucht es jedoch etwas mehr. (Und was das Gebäck im Titel soll, frage ich mich bis heute.)

Meine Wertung

 

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Dein Kommentar:

4 Kommentare

  • Antworten lesenslust Mittwoch, 13. September 2017 um 18:52

    Huhu Bröselchen,

    vielleicht war der Keks im Titel genau dazu da, um dich zu catchen. Von der Seite war das wohl ein Volltreffer.

    Was den Rest anbelangt, kann ich mir das Buch dann wohl wirklich sparen. Und mal ganz nebenbei, ich fluche manchmal viel zu gerne laut vor mich hin. ;-)

    Liebe Stöbergrüße
    Steffi

  • Antworten Buchstabenträumerin Mittwoch, 13. September 2017 um 20:20

    Liebe Dani,
    ach schade, das Thema finde ich auch sehr spannend, vor allem, da ich zu dem Schlag Mensch gehöre, der seinem Ärger immer lautstark Luft machen muss :D Da werde ich wohl weiter grummeln (was mich aber nicht vom Kekse essen abhalten wird) ;)
    Liebste Grüße,
    Anna

  • Antworten sigrid brose Donnerstag, 14. September 2017 um 10:00

    Liebes Bröselchen,habe schon beim Lesen des Buchtitels „geschluckt“.Diese ewigen Ratgeber nerven!Gefühlszustände sind wichtige Indikatoren und gehören zu uns und die kann man eben nicht „Schönreden“.
    Da esse ich lieber einen Lebkuchen und freue mich,dass deine Kritik so gradlinig daher kommt.

    Schöne Herbsttage,auch der Regen gehört dazu

    Sigrid

  • Antworten Christine Lewicki Donnerstag, 21. September 2017 um 17:37

    Thank you for this article. I don’t speak German so I hope your review is good :)