Das Lied der Krähen Leigh Bardugo Beitragsbild
Sonntag, 8. Oktober 2017

„Das Lied der Krähen“ – Leigh Bardugo

Bei „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo handelt es sich um einen Fantasy-Roman, der in den USA bereits seinen Platz auf der New York Times Bestseller-Liste sicherte.

Im Auftakt der Dilogie von Leigh Bardugo geht es um sechs Außenseiter, die aus völlig unterschiedlichen Motiven einen schier unmöglichen Auftrag bestreiten möchten. Die zwielichte Truppe wird von Kaz Brekker angeführt, die gerissene rechte Hand eines Bandenchefs. Seine Motivation: Gigantischer Reichtum und Rache an dem Tod seines Bruders.

Das Lied der Krähen Leigh Bardugo Cover Knaur VerlagDer Einstieg in „Das Lied der Krähen“ fiel mir nicht einfach, denn in kürzester Zeit prasselten einige Namen, Orte und Eigenschaften auf mich ein, die mich etwas verwirrten. Wie bereits die „Grischa-Trilogie“ spielt auch die Geschichte der „Glory or Grave“-Reihe in der Grischa-Welt, steht jedoch ganz für sich alleine und kann unabhängig voneinander gelesen werden. Jedoch wäre es mir vielleicht leichter gefallen, wenn ich zuvor die Grischa-Bücher von Bardugo gelesen hätte. Glücklicherweise lichtet sich der Nebel mit der Zeit und man kann mit tollen Charakteren in ein spannungsgeladenes sowie gefährliches Abenteuer durchstarten. Und das lohnt sich!

Ich musste während des Lesens oft an die clevere Grundidee des Films „Oceans Eleven“ denken. Ständig wird man beim Lesen an der Nase rumgeführt, die Handlung ist unvorhersehbar und beinhaltet ebenso aussichtslose Ereignisse. Actiongeladene Kämpfe, gerissene Wendungen und vor allem die cleveren Einfälle machen „Das Lied der Krähen“ aus. Auch die Liebe ist in diesem düsteren Buch nicht zu vergessen, denn sie lockert das actiongeladene Epos zwischenzeitlich auf.

„Das Lied der Krähen“ ist clever, düster, brutal und magisch.

Besonders beeindruckend sind die unterschiedlichen Charaktere an sich. Obwohl das rasante Abenteuer atemberaubend genug ist, spitzt sich auch die Stimmung unter den Mitgliedern der ungleichen Truppe zu. Mit abwechselnden Kapiteln, von denen jeder der Außenseiter immer wieder eines bekommt, erlangt man tiefere Einblicke in die Gedanken und Motive. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere ist mit steigender Seitenanzahl daher umso packender.

Obwohl sich das Genre Fantasy seltener als früher in meinen Lesesessel verirrt, haben mich die fantastischen und magischen Aspekte ebenfalls überzeugt. Die fiktiven Elemente sind nachvollziehbar dargestellt und bei Magie in Büchern handelt es sich keineswegs nur um „glitzernde Zauberstäbe“. Generell sind manche Parts brutaler und blutiger als vermutet, weshalb ich diesen Fantasy-Titel nicht jedem empfehle.

„Das Lied der Krähen“ ist clever, düster, brutal und magisch. Wenn der komplexe Einstieg einmal gelungen ist, sitzt man mitten im rasanten Schlagabtausch einer genialen Truppe. Es hat mich dazu gebracht, mich glatt auf ein weiteres Fantasybuch zu freuen: Band 2, Das Gold der Krähen, das leider noch keinen Erscheinungstermin hat. Aber bekanntermaßen ist Vorfreude die schönste Freude!

Meine Wertung

 

Zum Buch: „Das Lied der Krähen“

Knaur Verlag LESEPROBE | Autorin: Leigh Bardugo | Originaltitel: Six of Crows | Übersetzung: Michelle Gyo | Seiten: 592 | Broschiert 16,99€ | ISBN: 978-3-426-65443-9 | Erscheinungstermin: 02.10.2017


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Dein Kommentar:

4 Kommentare

  • Antworten Die Buchdompteurin Montag, 9. Oktober 2017 um 20:17

    Guten Tag,

    danke für deine Rezension.

    Mir ist das Buch durch einen Trailer aufgefallen und die Konstellation der Gruppe hörte sich für mich klasse an.
    Und sorgt gewiss für genug Witz und Reibungspunkte in der Geschichte.

    Deine Rezension lässt mich nun aber doch stutzen, da ich es bei Fantasy hasse mit Namen und Orten bombardiert zu werden und dies meinen Lesefluss stört, jede Fall wenn es lange dauert.
    Weißt du vielleicht wie lange es ungefähr gedauert bis du die Geschichte ohne Verwirrung folgen konntest?

    Gruß
    Die Buchdompteurin

    • Antworten Bröselchen Dienstag, 10. Oktober 2017 um 20:16

      Hallo Buchdompteurin,
      schwierig zu sagen, da ich persönlich meine Schwierigkeiten mit vielen Namen habe und es bestimmt bis Seite 100 gedauert hat, bis quasi nichts Neues mehr dazu kam. Andere Stimmen sagen, dass sie nur im 1. Kapitel Probleme hatten und es dann recht schnell ging.
      Hoffe, das hilft Dir!
      Liebe Grüße, Brösel

  • Antworten Joel Donnerstag, 12. Oktober 2017 um 22:03

    Hallo !
    Das ist bereits meine zweizte gelesene Rezension zu diesem Buch und trotzdem war es nicht langweilig. Ich wollte mir eine zweite Meinung einholen , in welcher Sie mich nur einmal noch bestätigt haben. Danke für die toll verfasste Rezension mit der coolen „Cookie-Bewertung“ am Ende. :)
    LG Joel von Büchervergleich.org

    • Antworten Bröselchen Donnerstag, 12. Oktober 2017 um 22:20

      Hallo Joel,
      vielen Dank für das nette Feedback, freut mich sehr! Auch, dass die „Brösel’sche Bewertung“ gefällt ;-)
      Viel Spaß beim Lesen!
      Liebe Grüße, Brösel