Wochengebrösel-6-2017

Wochengebrösel 6/2017

Willkommen im ersten Wochengebrösel nach der Frühjahrspause, es ist Mai! Mein Gott, ich fühle mich gerade wie ein Auto, bei dem nach langer Nicht-Nutzung mal wieder die Zündung betätigt wird. Was ich die letzten Wochen neben dem Lesen von Büchern noch gemacht habe, wie die Onlinepause war (Kurzfassung: Toll!), was ich mitnehme und was mir während des Schreibens spontan noch so einfällt, das erfährst Du im folgenden Beitrag:


So war die Pause:

Was klar ist und jeder Bücherwurm wohl nur zu gut kennt: ich hätte gern mehr gelesen! Insgesamt waren es acht Bücher, zwei davon habe ich nach 100 Seiten abgebrochen. Urlaub hatte ich keinen und wenn es von einem Buch dann auch noch eine Serie auf Netflix gibt, die man sich dann unbedingt reinziehen muss, dann sieht das Fazit eben so aus. Eigentlich ist das auch ganz egal, denn ich wollte im April einfach offline sein, Zeit für mich und “meine Bücher” nehmen und keinen neuen “Wie viele Bücher schaffe ich in einem Monat”-Rekord aufstellen.

Die erste Woche war von der Art “Was, erst sieben Tage vorbei? Es kommt mir viel länger vor!” und plötzlich war gestern schon der 30. April und mein Leseflow schaute mich quasi etwas mitleidig an. Keine Frage, ich liebe es zu bloggen, zu netzwerken und mich mit Dir und den anderen Lesern auszutauschen, aber der Tag bleibt bei 24 Stunden und die Lesezeit muss sich aufteilen.

Nichtsdestotrotz war die Offline-Zeit toll, es fühlte sich “retro” an, nicht jeden Tag mit neuem Input beschossen zu werden oder auch mal nicht zu wissen, wo Freunde & Bekannte sind. Komischerweise hatte man dann nach einiger Zeit viel mehr Gesprächsstoff zum Austausch. Es fiel mir erstaunlich leicht, nicht bei Twitter, Facebook & Instagram reinzuschauen. Ein Zeichen, dass die Pause auch einfach mal nötig war. Umso schöner, jetzt wieder hier zu sein, servus!


Gelesen

Meine Wertung
5of5

>Tote Mädchen lügen nicht< von Jay Asher stand schon ein paar Jahre(!) ungelesen im Regal, daher wollte ich es jetzt endlich lesen, da auf Netflix die zugehörige Serie an den Start ging. In diesem Buch geht es um das Thema Mobbing und erzählt von Hannah Baker, bzw. Hannah Baker selbst erzählt mit 13 Kassetten, weshalb sie sich umbrachte. Ein wichtiges Thema, auf das ich (zusammen mit der Serie) noch in einem eigenen Beitrag eingehen möchte. Die komplette Serie hat mir auch den Großteil der potenziellen Lesezeit genommen, was ich aber keinesfalls bereue!

>Ich gebe dir die Sonne< von Jandy Nelson ist mein selbsternanntes Highlight im April. Wunderschön geschrieben, erzählt es von den Zwillingen Noah und Jude, die absolut unzertrennlich sind. Bis zu einem Ereignis, das die beiden geradezu entzweit. Das Leben, Schicksal und die Erkenntnis, dass es immer mindestens zwei Sichtweisen von etwas gibt. Superschönes Jugendbuch von Jandy Nelson, deren weiteren Titel “Über mir der Himmel” ich mir deshalb auch holen möchte.

Noch heute beendet habe ich >Dark Matter – Der Zeitenläufer< von Blake Crouch, ein wirklich innovativer Roman für alle Liebhaber von physikalischen Gesetzen sowie einem Bruchteil Sci-Fi. Wenn es über die Grenzen des “Ottonormalverbraucher-Verstandes” hinausgeht, habe ich bei Büchern immer Angst, dass solche Bücher nicht halten was sie versprechen und es schlichtweg “a Gschmarre” wird. Aber ganz und gar nicht, ich habe es Autor Blake Crouch vollkommen abgekauft und dachte bisher, dass solche Handlungen nur in Filmen möglich sind um überzeugend zu wirken. Ich freue mich daher, dass das Buch wirklich verfilmt wird und empfehle die rasante, literarische Grundlage sehr gerne weiter.


 Meine Wertung
4of5

Das-Schloss-in-den-Wolken-Lucy-Maud-Montgomery-Königskinder-Carlsen-Verlag

Unser Königskind >Das Schloss in den Wolken< von Lucy Maud Montgomery beim “Jahr der Königskinder” für März konnte ich auch endlich die nötige Lesezeit widmen und das mit Erfolg! Obwohl es unter “historisch” fällt, was normalerweise eher weniger meinen Lesevorlieben entspricht, hat mich die junge Frau Valancy sehr begeistern können. In den 1920-er Jahren war es verpönt mit 29 Jahren noch nicht verheiratet zu sein, zudem war Valancy nicht die klassische Schönheit. Ein einschneidendes Erlebnis lässt sie aus ihrem Alltag ausbrechen und vermittelt zudem auch noch eine Message in die heutige Zeit. Lesenswert!


 Meine Wertung
3of5

Nächstes-Jahr-am-selben-Tag-Colleen-Hoover-dtv-Cover

Oh oh oh, Colleen Hoover, da haste mich mit >Nächstes Jahr am selben Tag< aber ganz schön enttäuscht. Im letzten Wochengebrösel habe ich noch groß verkündet, wie sehr mich ihre Bücher immer aus einer Leseflaute reißen, doch diesmal hätte mich das Buch fast in eine gebracht! Kitschphobikerin Brösel kam voll auf ihre Kosten *brrr, schüttel*, das war ab der Mitte leider kein schönes Leseerlebnis mehr. Die Grundidee schön, aber an der Umsetzung gescheitert. Wenn es mir zu kitschig wird, werde ich leider auch schnell sarkastisch, so konnte mich auch “das große Geheimnis” gegen Ende nicht mehr wirklich in Begeisterung wiegen (Zitat: “Ja, klar” *augenroll*). Gut fand ich jedoch, dass sie sich nicht für’s klassische Happy-End entschieden hat.


 Meine Wertung
2of5

Große Erwartungen hatte ich an >Hundert Stunden Nacht< von Anna Woltz, die leider überhaupt nicht erfüllt werden konnten. Leider konnte ich keine Sympathie für die Protagonistin aufbringen, was wohl der springende Punkt war. 14 Jahre alt soll sie sein und ich hab es ihr einfach nicht abgenommen. Ein trotziges Kind, das ich am liebsten nur geschüttelt hätte. Eine ausführliche Rezension folgt.


 Abgebrochen

Mit >The Ark – Die letzte Reise der Menschheit< von Patrick S. Tomlinson habe ich mich auf einen schönen Sci-Fi-Roman gefreut, der sich leider zunehmend zu einem Ermittler-Krimi entwickelt hat. Da Krimis an sich sowieso nicht unbedingt meins sind, hat es mich zunehmend desinteressiert und nach 100 Seiten war dann auch gut.

Ich dachte nicht, dass ich aufgrund von Satzzeichen mal an einem Buch scheitern werde, bei >In jedem Augenblick unseres Lebens< von Tom Malmquist war es jedoch so. Eine dramatische Geschichte über ein Pärchen, dass ihr erstes Kind bekommen soll, die Frau ist jedoch lebensbedrohlich erkrankt. Ich habe mich auf einen dramatisch-schönen Familienroman gefreut, was das Buch zu Beginn auch versprach zu werden. Das Besondere beim Lesen war, dass die wörtlichen Reden keine einleitenden oder abschließenden Satzzeichen hatten und schlichtweg einfach immer mittendrin auftauchten. Am Anfang ordnete ich es als neues Leseerlebnis ein, auf Dauer nur noch als anstrengend, da ich kaum noch zuordnen konnte, wer was gesagt haben soll. Nervig und anstrengend sollte Lesen nicht sein, daher war auch hier nach 100 Seiten der Käse gegessen.

Falls Du Blogger/in bist und Interesse an “In jedem Augenblick unseres Lebens” hast, melde Dich gerne per Mail!

ca. 2.105 Seiten im April / ca. 70 Seiten pro Tag


Nächster Lesestoff

Da der April leider kürzer war als meine Lesezeit, hatte ich außerdem noch vor, mich als nächstes u.a. diesen Büchern zu widmen:

Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde Eden-Summer-AladinVerlag-CoverDerKoffer-RobinRoe-Königskinder-Verlag-Carlsen-Cover

> Eden Summer < von Liz Flanagan soll gleich endlich mal final den Frühling oder sogar etwas Sommerfeeling mitbringen. Dazu passt dann auch > Die Geschichte der Bienen < von Maja Lunde und wenn ich dann noch meinen > Der Koffer < von Robin Roe packe, steht meiner tollen Urlaubswoche jetzt nichts mehr im Wege!


Letzte Beiträge

Und sonst?

Ich hoffe, man hat den “stotternden Motor” heute nicht allzu sehr gemerkt? Einerseits denke ich: Mensch Brösel, warst doch nur ‘nen Monat weg, andererseits fühlt es sich viel länger an. Ich sehe gerade, dass sich die Sonne zwischen den Wolken durchkämpft, der Balkon und ein neues Buch ruft! Apropos gutgehen lassen und Entspannung: am kommenden Donnerstag, 4. Mai veranstalte ich im Rahmen der Bücherparty ein Lichterfest und würde mich sehr freuen, wenn Du ab 17-18 Uhr hier mal vorbeischaust. Mehr dazu findest Du im letzten Wochengebrösel.

Diese Woche hält übrigens noch ein paar aufregende Momente für mich bereit und ich freue mich, wenn ich Dir bald davon erzählen kann!

Alles Liebe und noch einen schönen freien Montag, Deine Brösel

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