LBM17-LeipzigerBuchmesse-2017-Beitragsbild

Die Leipziger Buchmesse 2017 – Oder: wie ich bei einer Fremden schlief!

Tatsächlich stand der Titel für diesen Messebericht für die Leipziger Buchmesse schon recht bald fest, ist er doch der hauptsächliche Grund, weshalb ich überhaupt erst auf die #LBM17 konnte.

Da ich nach der etwas unglücklichen Frankfurter Buchmesse 2016 (erwähnt im Wochengebrösel 11/2016) länger unsicher war, ob ich im kommenden März überhaupt gleich wieder auf eine Buchmesse wollte, konnte ich mich auch aufgrund meiner Arbeit auch erst im Januar nach einer Unterkunft umsehen. Wie Du Dir denken kannst: für verfügbare oder überhaupt bezahlbare Zimmer viel zu spät.

Gut, dachte ich, Brösel, dann musste jetzt einfach mal in der Community rumfragen, sogenannte Followerpower aktivieren. Gesagt, getan, schrieb ich folgenden Tweet bei Twitter:

Es dauerte nicht lange, da bekam ich eine private Nachricht bei Twitter, die sehr nett klang, mich aber natürlich trotzdem misstrauisch machte. Melissa wohne nicht direkt in Leipzig sondern in Chemnitz in einer 3-Zimmer-Wohnung, daher wäre immer eine Stunde Anfahrt einzuplanen. Sie würde jedoch sowieso jeden Tag fahren wollen, daher würde sie sich über Gesellschaft freuen. In Zeiten vom großen (bösen) Internet hätte das ja auch ein….. Axtmörder sein können, einfach ein nettes Bild einer jungen Frau verwenden und alles Mögliche erzählen…!

Wir verabredeten uns recht schnell zum Skypen, damit wir uns beide schonmal etwas näher beschnüffeln konnten, denn die Wellenlänge ist bei zwei Stunden Autofahrt sowie Aufenthalt in der gleichen Wohnung ja doch nicht außer Acht zu lassen. Und was soll ich sagen? Wo ich normalerweise ein sehr skeptisches Gefühl habe, war nach dem Auflegen sofort klar, dass ich das machen möchte und werde. Melissa war mir gleich sympathisch und wir hatten aufgrund der Bücher garantiert ein ausführliches Thema, das unsere gemeinsame Zeit sehr angenehm gestalten würde.

Somit war mein Besuch der Leipziger Buchmesse mit 3 Tagen gesichert und ich konnte den Zug buchen!

Ich tue mich ehrlich gesagt immer schwer von einer Messe zu erzählen, da man es selbst mal erlebt haben muss. Die Eindrücke und die Stimmung lassen die Lese- und Blogmotivation unheimlich in die Höhe schießen und es ist viel besser, als ich es in einem “Heute waren wir im Zoo”-Beitrag erzählen könnte. Falls noch Fragen ungeklärt sind, freue ich mich auf Deinen Kommentar!

Der Großteil meiner Bilder der Messe findest Du bei Instagram (@dbroesel).

Gefreut…

habe ich mich auf die Veröffentlichung der nominierten Titel des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017, denn eines meiner Lieblingsbücher 2016 und auch noch aus einem Lieblingsverlag wurde von der Jugendjury zur Auswahl gestellt: “Mit anderen Worten: ich” von Tamara Ireland Stone aus dem Hause Magellan.

Meine Besprechung dazu findest Du HIER.

Magellan-MitanderenWortenich-LBM17-DJLP

Donnerstag

Angereist bin ich mittags direkt nach Leipzig auf die Messe, Melissa war bereits dort und wir trafen uns schnell zum offiziellen “Hallo”. Dann ging sogleich jeder seiner Wege und mein persönlicher Chauffeur – hahaa – brachte uns nach dem ersten Messetag für die Nacht nach Chemnitz.

An Tag 1 hatte ich drei Pressetermine mit Verlagen, sprach das kommende Programm durch und (wenn!) zwischenzeitlich Platz war, schlenderte ich einfach verträumt durch die Reihen oder traf ganz kurz Bloggerkollegen und Freunde wie Shanty und Michael von Influenza Bookosa oder Steffi Leo von Lesen // Leben // Lachen bzw. Bücherkinder.de.

Verzeih, dass ich an dieser Stelle und im folgenden Text leider nicht alle Personen/Blogs aufzählen kann, die ich getroffen habe, das hat hauptsächlich mit meinem bröseligen Gedächtnis zu tun und ist garantiert nichts Persönliches! Auch mindert es nicht die Freude, die ich hatte, als ich sie getroffen oder gar das erste Mal kennengelernt habe!

Freitag

An diesem Tag war ich sehr aufgeregt (ich habe vorsorglich selbstredend mein Super-Deo für die Messe verwendet), denn neben einigen tollen Presseterminen & Bloggertreffen, war das Königskinder-Kaffeekränzchen für mich das Highlight. U.a. weil ich leidenschaftliche Leserin der Bücher aus dem Verlag bin, rief ich “Das Jahr der Königskinder” (#JdKöKi) ins Leben. Eine kleine ausgewählte Gruppe an KöKi-Liebhabern wurde zu Kaffee und einer gigantisch-tollen Torte geladen und als Special Guests waren auch Verlagsleiterin Barbara König sowie Lektorin Maya Geis dabei. Es gab leidenschaftlichen Input für uns, der die Bücher nur noch mehr an mein kleines Bröselherz wachsen ließ und vor allem: was freue ich mich auf den JdKöKi-Titel für April “Der Koffer” von Robin Roe!

Königskinder-Kaffeekränzchen-Torte

Samstag

So schnell schaust gar net, war der letzte Messetag schon da! Ich kann dir sagen, egal wie geil es ist, irgendwann ist Dein Körper froh, wenn Du wieder nach Hause kannst. Ebenfalls freudig erwartet, war am Samstag das Carlsen– & Thienemann-Esslinger-Bloggertreffen (#BCT17) von der größeren Sorte. Mit Bühne und einem großen Saal wurden neben ein paar Highlights aus dem kommenden Herbstprogramm, die vier Autoren Laura Kneidl (Water & Air), Tanja Voosen (Nova und Avon, Bd.1), Rena Fischer (Chosen, Die Bestimmte) und Björn Springorum (Spiegel des Bösen) vorgestellt, ans Mikro gebeten und erzählten von ihren aktuellen Werken.

Besonders Björn Springorum hat mich überrascht, da er mir vollkommen unbekannt war, jedoch bereits 2013 bei Bastei Lübbe “Herbstbringer” (nur noch als eBook erhältlich) veröffentlichte. Ein sehr sympathischer Autor, auf dessen Buch “Spiegel des Bösen” ich mich freue. Besonders dankbar bin ich Carlsen & Thienemann-Esslinger vor allem wegen der Großzügigkeit, dass jeder Blogger die Bücher an sich und auch persönlich signiert bekam. *verbeug*

Bücher-LBM17-Carlsen-Thienemann

Zum Abschluss des Tages wartete dann noch der #LBLesertreff von Lovelybooks in einem Saal mit Fassungsvermögen von 380 Sitzplätzen. Das Interview mit Anne Freytag zu ihrem aktuellen Buch “Den Mund voll ungesagter Dinge” habe ich glücklicherweise noch mitgekriegt, denn dann musste ich auch schon los zum Zug Richtung Mittelfrrranken in die Heimat!

Jetzt, zwei Tage nachdem ich wieder daheim bin, steckt mir die Messe trotzdem noch ein wenig in den Knochen und ich werde bei all dem schönen neuen Lesestoff wohl gleich wieder den Lesesessel im Bücherzimmer aufsuchen. Und Melissa? DANKE, dass Du mir die Messe möglich gemacht hast und wir auch weiterhin in Kontakt bleiben!

Falls noch Fragen ungeklärt sind, freue ich mich auf Deinen Kommentar!
Alles Liebe, Deine Brösel

Früherer Beitrag Nächster Beitrag