Scythe Band 1 Neal Shusterman Beitragsbild

“Scythe – Die Hüter des Todes” (Bd.1) – Neal Shusterman

Ein Fantasyroman? Bei Büchern täuscht das Äußere gerne mal. “Scythe – Die Hüter des Todes” von Neal Shusterman ist vielmehr eine Dystopie, d.h. eine in der Zukunft spielende fiktionale Geschichte mit Sci-Fi-Elementen. Zusammenfassend lässt sich der erste Teil der Trilogie folgendermaßen beschreiben: Die Menschheit ist unsterblich, hat unendliches Wissen und lebt im Wohlstand. Als “natürliche Auslese” gibt es die Scythe, die nach einem bestimmten Kredo auswählen, welcher Mensch als nächstes sterben muss. Die beiden Jugendlichen Citra und Rowan werden vom ehrenwerten Scythe Faraday gegen ihren Willen zu Lehrlingen berufen, um die Fertigkeiten des Tötens zu erlernen. Während dieser Zeit kommen sie sich näher, jedoch wird nur einer der beiden die Ausbildung beenden. Der oder die Auserwählte wird den jeweils anderen hinrichten müssen.

Scythe Die Hüter des Todes Band 1 Neal Shusterman Cover Fischer Sauerländer VerlagZugegeben, der Inhalt liest sich so ein bisschen makaber. Der Auftakt der Bestseller-Trilogie ist jedoch spannend und durchdacht geschrieben und zugleich ein neuer Ansatz, an die Welt in der Zukunft ranzugehen. Tatsächlich hätte ich es mir ohne die heißen Empfehlungen von Bloggerkollegen wohl nicht geholt, so sehr habe ich mich vom Cover täuschen lassen.

In “Scythe” geht es nicht nur darum, dass der Bestand der Menschheit der Notwendigkeit halber reduziert wird, sondern vielmehr um die Bedeutung des sogenannten “Scythetums”. Die Hüter des Todes empfinden Reue und Mitleid, denn ohne diese Gefühle wären sie schlichtweg grausame Wesen. Trotzdem müssen Menschen sterben und auch innerhalb der Reihen fängt es an, am Kredo der Scythe zu rütteln.

Autor Neal Shusterman überzeugt vor allem durch ungeahnte Wendungen, die normalerweise das rasche Ende einer Geschichte vermuten lassen. Diese kleinen aber feinen Schockmomente haben aber zumindest bei mir das Abenteuer so richtig angefacht. Wer von dickeren Büchern eher abgeschreckt ist: 528 Seiten erscheinen bei einer Neuheit wie dieser wie ein Klacks.

Ja, der erste Band von “Scythe” beinhaltet die Beschreibung von unterschiedlichen Todesszenarien, auch, wer und wie die Entscheidung über Leben und Tod trifft. Dies mag teilweise befremdlich, neu und makaber wirken, es ist jedoch nie geschmacklos und hält sich immer noch im Rahmen des Genre Jugendbuch. Für Jugendliche und junge Erwachsene, die vorrangig die Zielgruppe sind und kein weichgespültes Happy-Ending suchen, halte ich es deshalb für durchaus geeignet.

Aufgrund der sehr positiven Resonanz von der deutschen Leserschaft, erscheint der zweite Band mit dem Titel “Der Zorn der Gerechten bereits früher, nämlich am 14. März 2018. Ich weiß daher schon recht genau, welches Buch auf meiner Geburtstags-Wunschliste landet. 

Meine Wertung

 

Buchkolumne, erschienen in der Woche im Pegnitztal (WiP) am 21. Februar 2018


 Zum Buch: “Scythe – Die Hüter des Todes”


BuyLocal_Logo_RGBHier kaufe ich (on- & offline):

Lauf a.d.Pegnitz, Burgbuchhandlung Dienstbier
München, blattgold-literatur
Kiel, Buchhandlung Almut Schmidt

Dies sind keine Affiliate-Links.


Früherer Beitrag Nächster Beitrag